Samstag, 20. Mai 2023

Helgoland

 Wir mussten uns entscheiden: Bleiben wir in Borkum bis wir gute Verhältnisse haben, oder machen wir den Sprung nach Helgoland bei mässigen Bedingungen? Liisa fand, wir gehen! Die Nachtfahrt war dann nicht sehr angenehm, der Wind kam von der falschen Seite und es gab eine unangenehme Restdünung. Schlafmangel und Seekrankheit versetzten uns nicht in Hochstimmung, aber als Helgoland näher kam, war alles wieder gut.

Immer wieder schön: Landfall auf Helgoland.


Der Hafen ist voll. Päckchen mit sechs und mehr Schiffen sind die Regel.


Die bunten "Hummerbuden" sind immer noch da.


Liisa ist schnell in Touristenstimmung. Ein Strandkorb passt immer!


Aussicht vom "Oberland" auf den Hafen.



Den Leuchtturm sahen wir schon von weitem.


Viele Basstölpel: sie gehören einfach dazu!


Das typische Bild von der "Langen Anna" darf natürlich auch nicht fehlen.


Wir schlafen aus, tanken Diesel und geniessen die Insel für einen Tag. Morgen geht's nach Cuxhaven.



Donnerstag, 18. Mai 2023

Borkum Layday 3

 Ja, das Inselleben ist gemütlich! Wir versuchen das beste aus der Wartezeit zu machen, lesen, fahren Rad und geniessen das ganz angenehme Hafencafé "Burkana".

Die Fähre ist die Nabelschnur an der die ganze touristische Infrastruktur hängt.


Sogar eine Schmalspurbahn führt vom Hafen ins Städtchen Borkum.


Der Hafen lebt auch von den Zubringerbooten der Windparks. Die grossen Katamarane fahren Servicepersonal zu den Windturbinen.


Das Vogelparadies Borkum zieht viele Vogelbeobachter an.


Der wilde Ginster blüht.


Die jungen Wildgänse sind auch schon recht gross!


Am Donnerstag sollte es mit dem Wind und Wellen einigermassen klappen. Wir wollen direkt nach Helgoland. 




Dienstag, 16. Mai 2023

Feuerschiff Borkumriff

 Ein Feuerschiff ist kein Feuerwehrschiff, wie Liisa dachte, sondern ein schwimmender Leuchtturm. Die Borkumriff wurde 1955 erbaut und lag auf einer Sandbank vor Borkum um Schiffe in der Nacht und bei schlechter Sicht den Weg zu weisen. 1988 wurde sie als letztes deusches Feuerschiff ausser Dienst gestellt. Sie wurde fast im Originalzustand gehalten und dient heute als Museum, eine Art nautische Zeitkapsel. Sie ist immer noch fahrtüchtig und macht gelegentlich Fahrten mit zahlenden Gästen.

Blick über das Achterschiff, der Himmel sieht nicht nett aus.


Kaum an Bord mussten wir wegen Platzregen mit Hagel ins Innere flüchten.


Die Funkerbude war trocken und alle Geräte sind richtig alt.  Auch wenn moderne Elektronik vorhanden ist, glaube ich, dass die alten Sachen noch funktionieren!


Der originale Steuerstand.


Ein richtiger Motoren-Telegraph: so wurden die Kommandos an den Motorraum weitergeleitet.


Sprechkontakt war auch möglich, wenn auch etwas archaisch, finde ich...



Die Borkumriff verfügt insgesamt über vier Dieselmaschinen, wenn ich richtig gezählt habe.


Gar nicht antiquierte Besucherin.


Ein Bild des wichtigsten Teils der Borkumriff: ihr Leuchtfeuer.


Ein Blick über das Vorschiff. Ganz im Hintergrund liegt die Lotta. (Bild anklicken!)


Um die Borkumriff an ihrem Standort zu halten, verfügt sie über zwei Anker, einen Pilzanker und einen Fahranker. Der Pilzanker gräbt sich in den Sand ein und an der 200 m langen Ankerkette sollte das Schiff eigentlich halten. Tatsächlich soll die Kette drei Mal gebrochen sein!


Natürlich braucht so viel Kette eine ordentliche Winsch: so sieht sie aus.


Wir fanden nach unserem Besuch, dass alles auf der Lotta winzig klein ist!



Montag, 15. Mai 2023

Borkum, Layday 1

 Doch, es ist schön einmal einen ruhigen Tag einzuziehen. Wir genossen unser gemütliches Frühstück, duschten, pusselten etwas am Schiff und schon war der Morgen vorbei. Ein kleiner Mittagsschlaf, ein Spaziergang um den Hafen, ein Bierchen im Café des Yachthafens und schon ist's Abend. Natürlich planten wir unsere Weiterfahrt und hatten einen Schwatz mit dem Schiffsführer des Rettungskreuzers, welcher hier in Borkum seine Station hat. Der Wind legt zu, das Wetter wird schlecht - keine dumme Entscheidung hier zu warten.

Das Feuerschiff "Borkum Riff" ist ein Museum, heute leider geschlossen. Werden wir morgen besuchen, Bilder im nächsten Post!


Ein Vogelparadies, das Watt. 


Viele Windparks gibt es hier, auch vor der Küste gibt es richtig grosse! Als Segler sollte man ihnen nicht zu nahe kommen.




Sonntag, 14. Mai 2023

Reif für die Insel

 Nach der langen Kanalfahrt waren wir wirklich bereit für etwas Neues: Die friesischen Inseln locken. Ein sehr erfahrener Stegnachbar versuchte uns Norderney schmackhaft zu machen. Mir ist Wattsegeln mangels Erfahrung etwas unheimlich. Also blieb nur Borkum. Wir erwischten eine wunderbareTide und liessen uns in weniger als vier Stunden nach Borkum spühlen. Am Abend zuvor hatten wir die Lotta vom Binnenhafen in den Nordseehafen verlegt. Wir füllten etwas Diesel nach und waren um acht Uhr zum Auslaufen bereit. Dies ist die letzte bzw. erste Schleuse der "Stehenden Mastroute". Bye, bye Holland.




Hello Borkum!

Das Städtchen Borkum liegt etwa 6 km nördlich des Yachthafens, also sattelten wir die Brommies, unsere Falträder, und machten eine Inseltour. Die Insel ist nett, allerdings fast zu 100% auf Tourismus ausgelegt. Deutsches Strandleben finde ich...sehr speziell!


Nicht unser Fahrrad!


Dem Löttchen gefällt es auf Borkum. Sie mag Salzwasser!


Uns gefällt es auch, wir müssen wahrscheinlich wegen Starkwind ein paar Tage warten. Sei's drum: Wartezeit ist was man daraus macht. Die ersten Fischbrötchen und das lokale Bier sind ausgezeichnet!

Übrigens: unser Stegnachbar ist jetzt auch hier, ihm passte der Wind in den nächsten Tagen auch nicht. So schlecht kann unsere Entscheidung nach Borkum zu fahren nicht gewesen sein.





Samstag, 13. Mai 2023

Delfzijl

 Die erste Etappe haben wir geschafft - und sogar einen Tag schneller als geplant! An der kritischen Driebondsbrug hat alles wunderbar geklappt, sogar ein Behördenboot war am Platz um als "Schäferhund" die ungefähr zwanzig Segelboote im Gegenverkehr durch den Engpass zu treiben. Wir waren einmal mehr über die Hilfsbereitschaft und die Freundlichkeit der Holländer begeistert. Alles ging gut.



Den Emskanal durchfuhren wir zusammen mit anderen Booten. Ich fahre nicht gern im Verband, die anderen Boote fahren mir meistens zu schnell. Als Langfahrer halte ich mich an den Grundsatz: "Go far - go slow!" Aber um die Brückenöffnungszeiten kurz zu halten, geben wir eben Gas.

Dafür mussten wir in Delfzijl dann fast eine Stunde auf die Öffnung der letzten Brücke warten. Wir vertrieben uns die Zeit mit "Schiffe kucken".


Und weil die Sonne schien, steuerte ich auch einmal :)


Lotta, unser Kanalboot, hat alles gut gemacht und alle unsere Fehler korrigiert. Ihr gefällt es in Delfzijl.


Unser Feierabendbier genossen wir in diesm Ufo-artigen Hotel. Die Aussicht war spektakulär. Wir sehen sogar die deutsche Küste.




Donnerstag, 11. Mai 2023

Groningen

"Noch sind wir ja nicht da" ist bei uns, seit der Begegnung mit Wilfried Erdmann 2016 in Shetland, ein häufig gebrauchter Satz. Aber wir können sie sehen, die Driebondsbrug! Etwa 400 m vor uns liegt sie und wenn wir morgen rechtzeitig dort sind, so können wir es schaffen. Diese Brücke wird nämlich nur einmal pro Woche am Freitag für eine halbe Stunde geöffnet.

Die heutige Fahrt nach Groningen war recht angenehm, wir kamen gut durch die Brücken und auch die Schleuse nördlich von Groningen ging ausgezeichnet. Aber bei der Plataanbrug war Schluss! Die Brücke konnte wegen einer Störung nicht mehr geöffnet werden. Nein, es waren keine schöne Gedanken, die uns in der zweistündigen Wartezeit durch den Kopf gingen. So sieht sie aus, die "Teufelsbrücke":


Nachher ging es ganz schwungvoll weiter durch die durchaus idyllische Innenstadt von Groningen.





Ein spektakuläres Panikmanöver mussten wir auch noch machen, weil wir uns verirrten und falsch abbogen. Einige Zuschauer waren sehr beeindruckt. Die hinter uns fahrenden Schiffe wahrscheinlich weniger...


Das Groninger Kunstmuseum steht direkt am Kanal.



Fast am Ziel: dort wo die Yacht vor uns steht, geht es scharf links in den Hafen. Die Driebondsbrug liegt voraus.


Interessantes Schild, welches wir an einem Irish Pub (wo denn sonst?)  auf unserem Abendspaziergang gesehen haben.


Na ja, vielleicht nicht ganz alle Probleme....