Sonntag, 31. Mai 2020

Der Mensch denkt - Corona lenkt

Uns läuft die Zeit davon. Wir sollten jetzt schon in Nordspanien sein. In der Zwischenzeit haben sich die nördlichen Winde etabliert, zusammen mit einer vorherrschenden Südströmung wird der Weg in den Norden immer beschwerlicher. Viele in Lagos liegende Crews entschliessen sich, die Fahrt in den Norden auf nächstes Jahr zu verschieben. Ein wesentlicher Vorteil des Hierbleibens liegt darin, dass Lagos einer der schönsten Orte an der Algarve ist. Die Werft, welche die Trockenplätze betreibt ist sehr qualifiziert, zuvorkommend, sehr sicher  und auch einigermassen bezahlbar. Man kann das Schiff hier auch längere Zeit an Land lassen...

Unsere Pläne für dieses Jahr wurden - wir sind ja nicht die Einzigen - über den Haufen geworfen. Wir wollten "Lotta" in Frankreich aus dem Wasser nehmen, im Norden ein Haus kaufen und nächstes Jahr nach Deutschland weitersegeln. Wenn wir jetzt losssegeln könnten, kämen wir sicher unter Zeitdruck, das wollen wir nicht! Und wenn die "Gelegenheit" anklopft soll man die Türe aufmachen und sie hereinbitten.  Die Gelegenheit kam in Form eines Traumhauses. Also stellen wir die Planung um: "Lotta" kommt in Lagos aus dem Wasser und bleibt bis nächsten Frühling hier. Dies gibt uns die Gelegenheit im Norden in unserem Haus zu überwintern und nächsten Frühling von Lagos aus rechtzeitig loszusegeln - sozusagen den Kuchen zu essen und gleichzeitig zu behalten!

Lottas Reise bekommt also nochmals einen längeren Unterbruch, im nächsten Frühling geht's weiter.

So schön blühen die Bäume hier.


Den Portugiesen kann man während der Coronazeit nur die allergrösste Disziplin attestieren! Die Menschen halten sich vorbildlich an die Regeln, bleiben dabei freundlich und rücksichtsvoll.
Nachts leuchtet die "message" an  der Zugbrücke - "unidos", zusammen. Nur so geht's!


Der erste Restaurantbesuch. Nach erfolgter Bestellung dürfen wir uns "demaskieren".



Kaum angeschlagen müssen die Segel schon wieder 'runter, tut schon weh...


Wir haben aber einen spannenden Sommer und einen (hoffentlich!) gemütlichen Winter vor uns und im nächsten Frühling wollen wir diese Aussicht wieder geniessen, bevor wir dann wieder auf den Atlantik hinaus segeln.



Liebe Leser, bleiben Sie gesund!

Sonntag, 10. Mai 2020

Endlich segeln!

Portugal erlaubt "daysailing", d.h. ausländische Bote dürfen den Hafen verlassen und in den selben Hafen zurückkehren - immerhin. In der Marina bricht Begeisterung aus, deshalb wird von den britischen Booten ein Flotilla-Segeln organisiert. Pünktlich um 1130 Uhr verlassen 22 beflaggte Boote den Hafen durch die Zugbrücke. Obwohl es durch technische Probleme eines der Boote an der Spitze zu einem Stau im Kanal kommt, geht alles glimpflich vonstatten.

Les, der Flotillen-Admiral.



Die Brücke ist offen!


Viele Boote im Kanal


(Bild: Jacqueline H.)

Wir meiden den Trubel und reihen uns als Letzte ein.


(Bild: Jacqueline H.)

Kaum vor dem Hafen gilt: ein Boot ist segeln, viele Boote ist Regatta


Happy wife...


Wir versuchen mit der "Okoumé" mitzuhalten, was schon rein technisch nicht möglich ist.


Länge läuft... Dicke auch!



(Bilder SY Okoumé)

Auch von achtern ein schöner Anblick.


(Bild: SY Eclipse)
Schön, die Punta da Piedade von See aus zu sehen.


Ein herrlicher Segeltag mit perfektem Wind, der zum Abschluss auch noch sonnig wurde - Top!

Donnerstag, 7. Mai 2020

Wir dürfen wieder 'raus!

Der Lockdown wird ein bisschen gelockert. Daysailing und Sport am Strand sind wieder erlaubt!
Die Boote im Hafen werden zur Feier des Tages beflaggt.

 

An den Strand darf man um Sport zu treiben, sonnenbaden ist weiterhin verboten. Wer war wohl als Erste im Wasser?


Als Allererste!!


Freitag, 1. Mai 2020

Yoga? Yoga!

Liisa geniesst schon seit Jahren ihre Yogaübungen. Für mich waren diese Verrenkungen eher seltsam, ich redete mir ein, Yoga sei für kleine Mädchen und Warmduscher. Um während der Quarantäne wenigsten etwas Bewegung zu bekommen, liess ich mich breitschlagen an den morgendlichen Yoga-Sessions, welche Liisa zusammen mit einem sehr routinierten holländischen Paar zelebrierte, teilzunehmen. Ich werde Ihnen, liebe Leser, die qualvollen Details meiner ersten drei Wochen als "Yogi" ersparen. Ich weiss jetzt mehr über weissglühende Schmerzen und rotglühende Beschämung,  als ich jemals wissen wollte! Einziger Lichtblick: Fortschritt ist erkennbar. Die Gelenke lassen sich besser dehnen, die Rückenwirbel knirschen deutlich weniger und ich weiss jetzt, dass es in meinem Körper Muskeln gibt, welche ich nur aus dem Anatomieunterricht kannte. Die tun allerdings immer noch weh! Dafür konnte ich die Übung "Baum" schon zwanzig Sekunden halten, und dabei auf einem Bein stehen - boah bin ich stolz!

Trotz allem sieht es immer noch nach Altersturnen für Elefanten aus.


Wir befinden und weiterhin im vollen Lockdown. Diese Bilder nahm ich auf dem Weg zur Apotheke auf. So leer sieht man die Altstadt von Lagos sonst nie.



Dieses Graffito fand ich an einem Elektroschaltkasten. Nein, "übel" ist unsere Situation ganz und gar nicht.


So "überfielen" wir unseren Lieblings-Lidl vor ein paar Tagen. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung trägt in den Läden, wo man sich näher als nötig kommt, Masken.




Samstag, 25. April 2020

Wenn Rad fahren zum Luxus wird

Wir haben unsere Brompton-Falträder, "the brommies", in den letzten Jahren häufig gebraucht. Die abgefahrenen Reifen sprechen eine deutliche Sprache - und wer nicht hören will, muss schieben. Ersatzteile sind auch in Corona-Zeiten per Internet (in Lissabon!) erhältlich und nach langer Zeit auch bei uns in Lagos eingetroffen. Nach einem intensiven Bastelnachmittag haben wir wieder Luft in den Reifen - und sogar die Brooks Ledersättel sind neu eingefettet und glänzen wie neu. Das schreit doch geradezu nach einem Radausflug. Nach dem "Corona-Communiqué" der Marina sind "short periods of exercise" ausser Hauses erlaubt.  Auf geht's Richtung Alvor.

Veronika, der Lenz ist da...🎵 Auch die Agave spürt den Frühling.


Die Lagune von Alvor, hier haben wir vor drei Jahren mit den "Alomas" zusammen geankert. Das würden wir gerne wieder tun, leider haben  ausländische Boote im Hafen zu bleiben, wir haben einen richtigen "Lockdown". Die Brücke ist geschlossen und wird nur mit einer Spezialbewilligung der "Policia Maritima" geöffnet.


Liisa geniesst den Blick bis zum Horizont. Nach Wochen in der Marina eine ungewohnte Abwechlung.


Die Einfahrt in die Lagune ist deutlich markiert und scheint mitten im Nichts zu stehen.


In der Ferne sieht man das Leuchtfeuer von Punta da Piedade .


Mit ziemlich gummigen Beinen (ich) und schmerzhaftem Hintern (Liisa) sind wir nach einer Stunde wieder auf dem Schiff. Es sind die kleinen Dinge, die Freude machen.

Dienstag, 14. April 2020

Bilder aus der Quarantäne

Hier ein paar Bilder aus der Quarantäne.

Auf dem Abendspaziergang entdeckt: "sterbender" Fischkutter am Slip.


Obwohl die Marina voll ist, sind wir sehr allein.


An die Ruhe in der Nacht habe ich mich schon gewöhnt.


Gutes Essen hält die Stimmung hoch. Liisas berühmtes, scharfes Curry - himmlisch (andere würden sagen höllisch... scharf!)


... und zum Schluss noch dies: Natürlich kann man die Wäscheklammern auch so an Deck herumtragen.




Freitag, 10. April 2020

Stay the f*ck at home!

Dramatische Situationen erfordern drastische Massnahmen. Dass sich die im Titel erwähnte Aufforderung  so schnell in den sozialen Medien verbreitet, und auch von Leuten mit sonst gepflegter Ausdrucksweise weiterverbreitet würde, hätte ich nie gedacht. Auf alle Fälle habe ich mich über die  Lieder, Gedichte und Gute-Nacht-Geschichten köstlich amüsiert. Hier ein Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=RTODB54JalU

 Und zu Hause - auf dem Schiff - geblieben sind auch wir. Aus der Schweiz kamen Anfragen, was denn los sei, es gäbe ja in meinem Blog nichts mehr zu lesen. Es ist eben auch bei uns sehr, sehr ruhig geworden, über Abwarten und Tee trinken kann man nicht viel schreiben.

Wenn eine besonders hohe Flut in der Marina zum Gesprächsthema wird, ist sonst nicht viel los. Bei starkem Südwind könnte es aber eng werden.... Man beachten die vielen Leute, welche unterwegs sind.


Das Verhalten der lokalen Bevölkerung und der noch in der Marina verbliebenen Yachties ist fabelhaft. Man hält sich an die Regeln, reduziert die täglichen Spaziergänge auf auf das erlaubte (sehr geringe) Ausmass und hält zusammen. Es gibt die "Lagos Navigator Page" auf facebook und das "Marina Quassel-Netz" auf VHF Ch. 9 wird fleissig genutzt.

Ich bin überrascht wie schnell und effizient die Behörden reagiert haben. Auf dem jetzt völlig leeren Parkplatz entstand über Nacht ein Drive-in Testcenter. Man braucht eine ärzliche Anordnung um sich testen zu lassen.


Das Personal ist mit Vollschutz bekleidet.


Ohne Unterlass ist das Lautsprecher-Fahrzeug, mit der Botschaft zu Hause zu bleiben, unterwegs, Durchsage in Portugiesisch und Englisch (nein, sie brauchen das f-Wort nicht!). Die Zahl der Infizierten hier in der Algarve ist immer noch sehr tief, in Lagos gibt es bisher nur drei Fälle.


Erfreulicherweise gibt es neue Street-Art, auch in schweren Zeiten können Ruinen verschönert werden.


Und überhaupt: Quarantäne ist was man daraus macht!






Sonntag, 29. März 2020

Aus der Zeit gefallen

Ich muss mir gelegentlich selber vorwerfen oft in der Zukunft zu leben. An verrückten Ideen und Plänen mangelt es mir nicht - und plötzlich geht nichts mehr. Hier in Portugal ist die totale Ausgangssperre, d.h. man soll zuhause bleiben, nur notwendige Besorgungen dürfen ausser Hauses erledigt werden. Lautsprecherwagen fahren durch die Stadt und verkünden "state of emergency - be responsible - stay at home", die Stadt ist wie ausgestorben. Diszipliniert sind sie schon, die Portugiesen, und Touristen sind gar keine mehr hier. Wie es weitergeht mit der Segelreise und der Rückführung des Campers - keine Ahnung. Die Zukunft ist irgenwie abgeschnitten, ein seltsames Gefühl...

Die Marina, wo sonst "party time" ist, sieht jetzt so aus. Bis auf den Kiosk ist alles geschlossen.



Lebensmittel können wir noch ausreichend einkaufen, kurze Spaziergänge in der Umgebung sind zu zweit noch möglich, hingegen wurde der Strand kurzerhand geschlossen, um Zustände wie in Cascais zu verhindern. Dort entwickelte sich ein intensives Strandleben, weil die Menschen die Quarantäne nutzten um in Massen an die Praya zu gehen, kein sinnvolles Verhalten. Hier in Lagos war der Strand aber immer leer, eine grosse Ansteckungsgefahr gäbe es am Meer eigentlich nicht, aus diesem Grund ist die Massnahme schwer zu verstehen. Und Liisa ist darüber "not amused!"

Wir dürfen uns aber gar nicht beklagen, die Sonne scheint und wir pusseln jeden Tag ein bisschen an der "Lotta" herum, die immer schöner und sauberer wird. Ob wir sie dieses Jahr überhaupt noch einmal segeln können? Freunde von uns hat's aber viel schlimmer erwischt, die hängen in Südamerika mit ihrem Boot an einer Boje und dürfen wegen der Quarantäne nicht an Land... und wissen auch nicht wie's weiter geht.

Wir machten heute einen netten Spaziergang auf den nahen Hügel, an den Strand durften wir, wie gesagt, nicht. Auf dem Rückweg kamen wir am alten Bahnhof vorbei, dem Bahnhof von dem Mani Matter wohl gesagt hätte, das sei der Bahnhof "wo der Zug schon lange abgefahren - oder noch nicht angekommen ist..."


Dort gibt es einen Lok-Schuppen der mir sehr gefällt, ich habe schon vor Jahren ein paar Bilder davon in den Blog gestellt. Kürzlich wurde hier gerodet und aufgeräumt, der alte Bahnhof wurde verkauft. Ich fürchte diese Zeitzeugen aus der Blütezeit der portugiesischen Eisenbahn werden bald verschwinden.



Etwa so fühlt sich die Zeit hier an...



Jetzt nur nicht weinerlich werden: ich hab' gestern in der Zeitung gelesen, die Corona-Krise sei das erste Ereignis, welches die Baby-Boomer (ja, so alt bin ich schon!) direkt betreffe. Das stimmt eigentlich, ich gehöre wirklich zur Generation der Verschonten. Und deshalb bemühe ich mich jetzt besonders bewusst in der Gegenwart zu leben.

Sonntag, 22. März 2020

Geburtstagsparty in Zeiten von Corona

Eine Party in Zeiten von Corona geht gar nicht. Also was tun, wenn man Geburtstag hat und trotzdem mit seinen Stegnachbarn anstossen möchte?  Dann gibt's nur eine Schiff-zu-Schiff-wander-Party! Wie das geht? Ganz einfach: die zu Feiernde geht über den Steg, bittet die Eingeladenen aus Rufdistanz ein Glas auf Deck zu stellen, ich giesse kontaklos ein, alle nehmen 2 m Abstand und los geht's mit der Stehparty.



Nach ein paar Schiffen sind wir sind wir ganz schön in Schuss...

Mittwoch, 18. März 2020

Alles steht still

Es ist still hier in Lagos, unheimlich still. Die Leute bleiben, wie ihnen geraten wurde, zuhause. Die wenigen Leute, welche unterwegs sind, sind ruhig, halten Abstand und schicken sich in die Situation. Viele Geschäfte sind geschlossen, nur die wichtigen Läden sind geöffnet. Wir waren heute früh in der Stadt, weil wir unsere Daten-prepaid-Karte aufladen mussten - ohne Internet haben wir keinen Zugang zu Information - und wunderten uns wie leer und wie still es war. Ich habe den Eindruck, die Leute sprechen sogar leiser als sonst. Auch vor dem grossen Supermarkt muss man Geduld haben, es werden nur wenige Leute gleichzeitig hinein gelassen. Vor der Tür steht ein fester Security-Typ und lässt für jede Person, die herauskommt eine andere hinein.


Das Sortiment ist nicht ganz so reichlich wie sonst, wir finden aber alles was wir brauchen, einzig Poulet ist ausverkauft. Wir machen natürlich unseren täglichen Strandspaziergang, bei den vielen Leuten ist die Ansteckungsgefahr nicht wirklich gross.


Als wir heute morgen in die Stadt gingen nahmen wir ein Rezept für meine Augentropfen mit, so hätten wir den Spaziergang mit einem Gang zur Apotheke begründen können. Liisa muss natürlich mitkommen, weil sie besser Portugiesisch kann als ich.

Und überhaupt: bei uns gibt's null Prozent Corona!


Die gelegentlichen Nachfragen, per Telefon oder e-mail, ob wir jetzt in die Schweiz zurückkämen, lösen bei mir Kopfschütteln aus. Warum sollten wir bloss so etwas tun? Es ist wunderschön hier und es geht uns gut, keine Sorge! Die Ansteckungsgefahr ist hier zur Zeit deutlich kleiner als anderswo.

Freitag, 13. März 2020

Glück gehabt...

Bei der routinemässigen Kontrolle des Ankergeschirrs fiel mir ein rostiges Verbindungsstück zwischen Kette und Anker auf. Ich fand, es sei vielleicht eine gute Idee, das Teil auszuwechseln, schliesslich soll das Boot am Anker halten.

Die Bolzen waren festgerostet und liessen sich nur mittels Säge "öffnen".



Nicht wirklich schön!



Dass die Idee mit dem Auswechseln nicht ganz schlecht gewesen war, zeigt sich aus dieser Perspektive: (anklicken!)



Der Riss geht durch, er lässt sich von Hand problemlos spreizen. Ich sag's ja, Schwein gehabt!

Donnerstag, 12. März 2020

Liisa auf "face-europe"

Liisa durfte, auch als Schweizerin, am Projekt "face-europe" teilnehmen. Wilfried und Lisbeth, zwei österreichische Künstler, fahren mit einem Campingbus durch alle EU-Länder und lassen Menschen ihr Leben erzählen, während Wilfried sie porträtiert. Am Schluss sollen 500 Porträts, gemalt und gefilmt, in einer Ausstellung gezeigt werden. www.face-europe.eu



Am Mittwoch wurde ich wieder einmal Opfer der "Lagos-Strollers", d.h. ich konnte mich nicht vor der Wanderung  drücken - einer ganz Kurzen, so wurde mir versichert! Sie war mit zweieinhalb Stunden kurz genug und ausserdem sehr schön! Wir machten eine Rundwanderung von Barão de São João auf den Hügel zu den Windrädern, und zurück über den Skulpturenweg direkt in die Caramba-Bar. Das tönt doch richtig gut! Und den Namen Barão de São João kann man sich auf der Zunge zergehen lassen...

Fröhliche Wandergruppe.


Am schönsten war es im lichten Föhrenwald mit Aussicht in den Süden.


Der Skulpturenweg ist von Dutzenden, zum Teil sehr politischen Skulpturen, gesäumt.



Interessantes Kruzifix vor der Kirche.


Die Caramba-Bar ist wirklich nett, das Essen gut und die Preise sind fast unanständig günstig.



Sonntag, 8. März 2020

Besuch und Ausflüge an die Küste

Von einem österreichischen Paar, welches wir an Weihnachten beim Übernachten mit dem Camper kennengelernt hatten, bekamen wir den Tipp, dass in Carrapateira eine "Pizza-Party" stattfände. Ein sizilianisches Paar hat sich dort am Strand eingerichtet und bietet gelegentlich private Parties an, welche über das "Buschtelefon" verbreitet werden. Man kommt, bezahlt pauschal einen bescheidenen Betrag und bekommt ein Glas Wein und Pizza "bis der Arzt kommt...." Natürlich wollten wir uns das nicht entgehen lassen, besonders weil wir auch noch an einem sehr schönen Platz übernachten konnten. Im Hintergrund rauscht das Meer. (die Bilder können, wie immer, durch anklicken vergrössert werden).


Die Party fand in einem durchaus hippy-mässigen Ambiete statt - da fühlt man sich doch gleich vierzig Jahre jünger!


Der Pizzaiolo ist ein waschechter Sizilianer, er versteht sein Handwerk - und er hat auch eine Ahnung von Hygiene!


Die Pizzas verschwinden fast so schnell wie sie geschnitten werden können.


Gemütlich, gemütlich.


Am anderen Morgen machen wir noch einen Spaziergang an die Küste, schön!


Endlich kam auch unser jüngster Sohn mit Frau zu uns auf Lotta zu Besuch - wurde auch langsam Zeit! Wir benützen die Gelegenheit Lagos  und Umgegung im strahlenden Sonnenschein zu präsentieren und schauen uns ein paar touristische Highlights gerne wieder einmal an.

Liisa, Fan-Ling und David in der Altstadt von Lagos.


Immer wieder schön: ein Bummel durch die Stadt.



Interessante Immobilie - sie hat ein gewisses Potential!


Wir machen einen Spaziergang nach Ponta da Piedade, die Klippen sind immer eindrücklich.



Der spektakuläre Ausblick vom Cabo São Vicente durfte auf dem Programm auch nicht fehlen.



Wie waren wir froh, diesen Leuchtturm am Ende der Überfahrt von den Azoren, letztes Jahr, zu sehen!


Den Strand bei Carrapateira, wo die Pizza-Party stattfand, müssen wir mit unseren Gästen gleich nochmal besuchen.

Es hat, wie man unschwer erkennen kann, wahnsinnig viele Leute am Strand!
Die Surfbar ist noch nicht in Betrieb - leider.


Bei kräftigem Wind ist der Schwell eindrücklich.


Zufriedene Spaziergänger.


Unser Besuch ist leider schon wieder nach Hause zurückgeflogen, wir müssen uns jetzt um unser Schiffchen kümmern. Die Abfahrt Richtung Norden, Anfang April,  kommt in Riesenschritten näher - es gibt noch viel zu tun.