Gestern schafften wir einen kurzen Spaziergang, zwischen zwei Schauern, ins Städtchen. Der Leuchtturm war geschlossen, die 366 Stufen blieben mir also vorerst erspart...
Die Kirche...war auch geschlossen.
Die Möwen sind nicht gerade fröhlich.
Und heute hat's den ganzen Tag nur einmal - stark!- geregnet.
Für die Nicht-Schweizer Leser meines Blogs: Ein "Pischi-Tag" ist ein Tag, an dem man nicht aus dem "Pischi" (Pyjama) kommt. So einen Tag hatten wir heute. Wir schlichen zwar einmal kurz in die Dusche, der Rest des Tages wurde aber unter Deck mit lesen, Musik hören und kuscheln verbracht - das war auch ganz nett !
Sonntag, 12. Februar 2017
Freitag, 10. Februar 2017
Chipiona
Gestern hatten wir endlich wieder einmal leichten Segelwind und genossen die schnelle, unkomplizierte - aber saukalte!! - Fahrt nach Chipiona! Knappe 4 Windstärken, hoher halber Wind, wenig Welle und immer wieder Sonnenschein lassen wir uns gerne gefallen, wir freuen uns aber, wenn das Thermometer wieder einmal auf über 14 Grad steigt. Ich glaube, man nennt das Jammern auf hohem Niveau...
Diese Untiefe mit einem Wrack mussten wir westlich umfahren, wenn wir nicht selber zum Wrack werden wollten...
...und so sieht es in Wirklichkeit aus: bei Hochwasser sieht man ausser ein paar Brechern in der Ferne nichts, hier könnte man doch durchaus eine Abkürzung nehmen? Vielleicht keine wahnsinnig gute Idee.
Wir nehmen also keine Abkürzung und kommen wohlbehalten in Chipiona an, das Personal in der Reception ist sehr zuvorkommend und die Marina ist gut geschützt, wir dürfen nämlich ein paar Tage hierbleiben und eine Front mit sehr viel Regen und etwas Starkwind passieren lassen. Zum Nachtessen war die Crew der SY Marisol bei uns, welche wir schon in Cascais und Lagos getroffen haben. Es war ein lustiger und gemütlicher Abend und wir genossen es einmal wieder zu schwatzen und Deutsch zu sprechen!
Der erste Eindruck vom Städtchen macht wenig Lust hier zu bleiben. Auf den ersten 700 Metern entlang der Seepromenade finden wir keine bewohnte Wohnung und alle Geschäfte sind (nicht erst seit gestern!) geschlossen, zu verkaufen oder zu vermieten. Diese Hotelanlage hat auch schon bessere Tage gesehen.
Diese Untiefe mit einem Wrack mussten wir westlich umfahren, wenn wir nicht selber zum Wrack werden wollten...
...und so sieht es in Wirklichkeit aus: bei Hochwasser sieht man ausser ein paar Brechern in der Ferne nichts, hier könnte man doch durchaus eine Abkürzung nehmen? Vielleicht keine wahnsinnig gute Idee.
Wir nehmen also keine Abkürzung und kommen wohlbehalten in Chipiona an, das Personal in der Reception ist sehr zuvorkommend und die Marina ist gut geschützt, wir dürfen nämlich ein paar Tage hierbleiben und eine Front mit sehr viel Regen und etwas Starkwind passieren lassen. Zum Nachtessen war die Crew der SY Marisol bei uns, welche wir schon in Cascais und Lagos getroffen haben. Es war ein lustiger und gemütlicher Abend und wir genossen es einmal wieder zu schwatzen und Deutsch zu sprechen!
Der erste Eindruck vom Städtchen macht wenig Lust hier zu bleiben. Auf den ersten 700 Metern entlang der Seepromenade finden wir keine bewohnte Wohnung und alle Geschäfte sind (nicht erst seit gestern!) geschlossen, zu verkaufen oder zu vermieten. Diese Hotelanlage hat auch schon bessere Tage gesehen.
Post wurde in diesem Hotel schon länger keine mehr angeliefert, die Briefkästen gehen schon fast als Kunst durch.
Der erste Eindruck tut dem Städtchen aber unrecht: nachdem wir uns durch den "Tourismus-Immobilienkrebs-Gürtel" durchgekämpft haben, entdecken wir ein durchaus lebendiges, authentisches Spanisches Kleinstädtchen. Hier wird gelebt und gearbeitet, die Geschäfte sind geöffnet und ein paar sehr nette Wohnstrassen gibt es auch. Unser Lieblingscafé für die nächsten Tage haben wir bereits entdeckt.
Am Strand findet wir sogar noch einen Palacio und ein grosser Leuchtturm wartet auch noch darauf bestiegen zu werden - ich freu' mich schon!
Die Wetterprognose droht mit über 20 mm Regen in vier Stunden in der Nacht auf Sonntag, und am Montag soll es in etwa so weitergehen, da freut man sich, wenn man schon auf dem Schiff lebt...
Mittwoch, 8. Februar 2017
Alltag in Rota
Heute war ein ganz aufregender Tag: grosse Wäsche, Rechnungen zahlen, Küche schrubben und Dokumente für die Steuererklärung zusammensuchen - wir fühlen uns ganz "wie zu Hause". Natürlich reichte es noch für einen schönen Spaziergang im Ort - Besichtigung von Stadtpalais und Kirche - und für ein paar Tapas und ein Cerveza "sin" in der Bar am Hafen.
Die Kirche ist - wie häufig hier - eine wilde Stilmixtur aus verschiedenen Epochen, sie hat aber einen schönen (spät)gotischen Chor und ein ganz nettes Hauptschiff.
Chor.
Deckenfenster.
Ins Stadtpalais durften wir nur ganz kurz. Es ist seit 1477 der Sitz des lokalen Machthabers, bzw. der Stadtregierung.
alte Wandmalerei.
Der Innenhof.
Morgen möchten wir weiter in den Norden, Chipione wäre gerade recht - schauen wir 'mal was der Wind meint...
Die Kirche ist - wie häufig hier - eine wilde Stilmixtur aus verschiedenen Epochen, sie hat aber einen schönen (spät)gotischen Chor und ein ganz nettes Hauptschiff.
Chor.
Deckenfenster.
Ins Stadtpalais durften wir nur ganz kurz. Es ist seit 1477 der Sitz des lokalen Machthabers, bzw. der Stadtregierung.
alte Wandmalerei.
Der Innenhof.
Morgen möchten wir weiter in den Norden, Chipione wäre gerade recht - schauen wir 'mal was der Wind meint...
Dienstag, 7. Februar 2017
Montag, 6. Februar 2017
Rota - oho!
Gestern machten wir eine lange Radtour an den Strand von Cádiz. Kaum waren wir vom Schiff, begann es fröhlich zu regnen, wir flüchteten ins nahe gelegene Hafencafé und genehmigten uns ein andalusisches Frühstück: getoastetes Brötchen mit Olivenöl und Tomatenmus, dazu Kaffee mit Milch.
Der Strand ist endlos und wir haben ihn fast für uns allein.
Nicht wirklich überraschend: ein Fussbad muss sein!
Heute machten wir den kürzesten Schlag aller Zeiten, ganze fünf (5!) Meilen. Die Fender haben wir nur auf Deck gelegt, es lohnte sich ja kaum, sie zu versorgen.
Rota wurde uns empfohlen, es soll sehr schön sein.
Ein kurzer erster Eindruck:
Das Stadtpalais.
Die alte Kirche.
Viele nette enge Gassen.
Interessante Stadttore haben sie auch.
Unangenehme Nachbarn: die Amerikanische Marinebasis.
Rota bietet wirklich viel, morgen möchten wir diesen Flecken etwas besser erkunden. Ausserdem soll es hier viele Chamäleons geben, die will Liisa unbedingt sehen - ob wir sie finden? Tune in tomorrow!
Der Strand ist endlos und wir haben ihn fast für uns allein.
Nicht wirklich überraschend: ein Fussbad muss sein!
Heute machten wir den kürzesten Schlag aller Zeiten, ganze fünf (5!) Meilen. Die Fender haben wir nur auf Deck gelegt, es lohnte sich ja kaum, sie zu versorgen.
Rota wurde uns empfohlen, es soll sehr schön sein.
Ein kurzer erster Eindruck:
Das Stadtpalais.
Die alte Kirche.
Viele nette enge Gassen.
Interessante Stadttore haben sie auch.
Unangenehme Nachbarn: die Amerikanische Marinebasis.
Rota bietet wirklich viel, morgen möchten wir diesen Flecken etwas besser erkunden. Ausserdem soll es hier viele Chamäleons geben, die will Liisa unbedingt sehen - ob wir sie finden? Tune in tomorrow!
Samstag, 4. Februar 2017
Ferien in Cádiz
Die Zeit wird uns nicht lang hier in Cádiz. Die Stadt bietet viel, wir sind jeden Tag ein paar Stunden unterwegs. Wir besuchten das sehr interessante Museum und bestaunten die zahlreichen Phönizischen Ausgrabungsfunde. Das Kunstmuseum war nicht ganz nach unserem Geschmack, etwas viel barock-religiöses Gedöhns, das beginnende 20. Jhd - unsere Lieblingsperiode, wenn es um Malerei geht - war eher untervertreten.
Dafür finden wir immer wieder verrückte Bäume!
Dafür finden wir immer wieder verrückte Bäume!
Cádiz hat nicht nur eine schöne Strasse, sondern Bilder so weit das Auge reicht...
Dies ist der typische Baustil.
Hinter der massiven Eingangstüre verbirgt sich meist ein Gang, welcher in einen Lichthof führt.
Detail einer alten Römischen? Mauer.
Heute gingen wir in der Markthalle einkaufen.
Unser Apéro besteht aus lokaler Trockenwurst und zum Nachtessen gibt es Garnelen zur Vorspeise, gebratene Thunfischsteaks mit Reis und Gemüse "du marché" als Hauptgang und lokalen Ziegenkäse zum Dessert.
Und hier kauften wir ein:
die Trockenwurst.
Die Krustentiere sollen von hier und nicht aus Übersee stammen.
Der Thunfisch wird frisch zugeschnitten.
Als Alternative gäbe es auch noch Schwertfisch. (Der ausgestellte Kopf ist wirklich frisch)
Farbenprächtiges Gemüse.
Und der Käse zum Dessert kommt von hier.
Ich denke die Frage, warum wir immer noch hier sind, dürfte sich damit erledigt haben :-)
Ausserdem bläst es draussen ganz schön aus der falschen Richtung, so finden wir immer einen Grund noch ein-zwei Tage anzuhängen!
Mittwoch, 1. Februar 2017
Ruhe vor dem Sturm?
Wir erwarten für die nächsten Tage eine Kaltfront mit Starkwind und Regen. Heute hatten wir aber noch einen Tag Aufschub, mit frühlingshaften zwanzig Grad, T-shirt und barfuss auf dem Schiff zu Mittag! Wir machten einen Ausflug mit den Brompton Bikes, genannt "the Brommies" zum Castillo de San Sebastián, welches die Bucht von Cádiz bewacht.
Die frechen, grünen Papageien gibt's auch hier.
Von einem wunderbaren Café, wo es ein tolles Frühstück mit traditioneller Tomatenpaste als Brotaufstrich gibt, haben wir diese Aussicht.
Blick zurück nach Cádiz, die Kathedrale ist gut zu erkennen.
Das Castillo de San Sebastián.
Dieser Leuchtturm steht mitten auf dem alten Exerzierplatz.
In ihrer Blütezeit dürfte diese Festung eine grosse Feuerkraft gehabt haben, sie kann mehr als 180 Grad des Küstenabschnitts abdecken.
Ein Beispiel für die unglaubliche botanische Vielfalt hier: ich habe noch nie so viele seltsame Bäume gesehen.
Die Liebe zu Cadiz hält an. Schauen wir, was man hier bei schlechtem Wetter alles unternehmen kann.
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