Heute war so ein Tag!
Wir liefen in Gedser um 0900 Uhr aus, motorten eine Viertelstunde und ab dann segeln pur. 14 Seemeilen hatten wir halben Wind mit etwa drei Windstärken, dann gab der Wind etwas ab und der Gennacker musste zeigen, was er kann. Nach etwa zwei weiteren Stunden kam der Wind immer achterlicher (von hinten, für die Nichtsegler) und unser Gennacker mochte das nicht besonders. Da wir inzwischen auch satte 4 - 5 Beaufort hatten, bargen wir den Gennacker und Lotta fand das ganz ok. Wir rollten gemütlich mit etwa 5-6 Knoten unserem Zielhafen Timmendorf auf Poel zu.
Der kleine Fischerhafen ist sehr niedlich. Lotta behauptete, sie sei jetzt auch ein Fischkutter und kuschelte ein bisschen mit den Fischerbooten. Der Hafenmeister sagte, wir dürften dort liegen, das erlaube er aber nicht jedem!
Das Nachtessen nahmen wir in der nahe gelegenen Fischbude ein: selten haben wir so guten Fisch mit Bratkartoffeln gegessen! Die Navigatorin ausgehfein.
Der Leuchtturm ist ein Scheinriese, er sieht aus wie wenn er richtig gross wäre, dabei hat er nur 21 Meter!
Bei uns ist alles im grünen Bereich!
Mittwoch, 7. August 2013
Sonntag, 4. August 2013
Gedser
Für das bisschen Wind, welches der Dänische Wetterdienst angekündigt hatte, mussten wir heute aber hart arbeiten. Es war von fast keinem Wind, schwach umlaufend, die Rede. Wir hatten aber 3 - 4 Beaufort voll auf die Nase und das bedeutet: aufkreuzen. Aber bei strahlend blauem Himmel, 23 °C unter der Sprayhood und wenig Seegang, wer will sich da beklagen? Anfangs sah es allerdings nach Motorboot-Schlag aus.
Møn verschwindet achteraus.
Nach einer Stunde kommt der nicht erwartete Wind und da sieht doch alles gleich viel besser aus. Dieses Bild wurde von meinem Lieblingsplatz auf der Niedergangstreppe aufgenommen.
Natürlich musste ich meine Wache am Rad schieben.
Madame, die Navigatorin, liess sich auch nicht lange bitten.
Lotta ist guter Laune, wenn die Windfäden so stehen, läuft sie auch bei 3 Bf glatt sechs Knoten
Der Leuchtturm vor Gedser.
Wir hatten einen wunderschönen Tag. Wenn die Kiste am Wind läuft, Jean-Luc Ponty vom MP3-Player spielt, die Sonne scheint und Liisa soo gute Sandwiches aus der Pantry zaubert, kann das Leben kaum besser werden!
Møn verschwindet achteraus.
Nach einer Stunde kommt der nicht erwartete Wind und da sieht doch alles gleich viel besser aus. Dieses Bild wurde von meinem Lieblingsplatz auf der Niedergangstreppe aufgenommen.
Natürlich musste ich meine Wache am Rad schieben.
Madame, die Navigatorin, liess sich auch nicht lange bitten.
Lotta ist guter Laune, wenn die Windfäden so stehen, läuft sie auch bei 3 Bf glatt sechs Knoten
Der Leuchtturm vor Gedser.
Wir hatten einen wunderschönen Tag. Wenn die Kiste am Wind läuft, Jean-Luc Ponty vom MP3-Player spielt, die Sonne scheint und Liisa soo gute Sandwiches aus der Pantry zaubert, kann das Leben kaum besser werden!
Samstag, 3. August 2013
Klintholm, mit Liisa nach Liselund
Das Fazit des heutigen Tags voraus: Møn ist schön! Wir verliessen den Hafen zeitig auf den Brommies und radelten durch die wunderschöne Landschaft dieser Insel. Meer, Hügel und Getreidefelder wechselten sich ab und hinter jeder Kurve gab es neue Überraschungen.
Als erstes besuchten wir Møn's Klint von oben, der Weg dorthin hatte ein paar giftige Steigungen, welche ganz schön in die Beine gingen! Natürlich wollten wir unter den Klippen den Strand entlang spazieren. Eine lange Treppe führt nach unten und als Liisa mir verriet, sie habe die Badehosen eingepackt, konnten wir uns ein Bad unter den Klippen nicht verkneifen. Es war aber gar nicht einfach ins tiefe Wasser zu kommen weil es etwa drei bis fünf Meter vom Ufer entfernt eine Zone mit grossen Bollensteinen hatte, es war fast unmöglich zu gehen und zum schwimmen noch nicht tief genug - aber schön war's!
Die Kreideklippen sind nicht nur von See aus spektakulär.
Nachdem wir die höllisch steile Treppe wieder erklommen hatten - schnauf, schnauf - ging's weiter nach Liselund. Liselund ist eine kleine Schloss- und Parkanlage welche sich ein lokaler Landadliger zu seinem Vergnügen im späten 18. Jahrhundert errichten liess und nach seiner Frau Lisa benannte. Ich wandelte also mit meiner Frau Liisa durch den romantischen Garten. Es wurden grosse Bäume angepflanzt und allerlei stilistisch weit her geholte Gebäude errichtet, z.B. diese chinesische "Was-auch-immer".
Wir konnten sogar im Schatten eines Baumes ein Mittagsschläfchen halten. Nach dem Aufwachen hatten wir grossen Hunger und fanden die vielen Kilometer und Treppenstufen gäben genau den richtigen Vorwand für ein kleines Mittagessen im zum Restaurant umgebauten Schlösschen.
Wir hatten einen traditionellen Dänischen Mittagsteller mit rotem und weissem Hering, Frikadelle, Shrimps, ein Ei darf bei Fisch nie fehlen, und drei Sorten Käse - lecker!
Der Heimweg ging dann, frisch gestärkt, schnell vorbei. Wir gingen noch einkaufen und vertrödelten den Rest des Nachmittags auf dem Schiff. Ein Tag zum in Flaschen abfüllen und später geniessen. Morgen müssen wir weiter, vermutlich nach Gedser, der Gennaker liegt bereit.
Freitag, 2. August 2013
Klintholm
Was für ein schöner Segeltag! Der Wind stimmte heute fast perfekt, so dass wir eine Strecke, welche wir normalerweise in zwei Tagen fahren, locker in 8.5 Std. Stunden hinter uns brachten. Schön war's, nun aber der Reihe nach: Meine Lieblingsfrau fing schon vor sieben Uhr an im Schiff herum zu rumoren, der Kaffeeduft lockte mich um genau sieben Uhr aus den Federn. Wir gingen nach dem Kaffee zügig an die Arbeit und waren um 0830 Uhr schon unterwegs.Der Wetterbericht versprach uns einen Anlieger nach Klintholm auf einem ziemlich hohen Kurs, d.h. wir würden recht schnell, aber auch schön schräg und spritzig unterwegs sein. Satte fünf Beaufort sollten wir kriegen, die kamen auch...
Endlich wieder richtig segeln!
Die Wellen erreichten knapp einen Meter, da hilft es schon ein Schiff mit ein paar Tonnen mehr unter sich zu haben. Lotta kämpft sich mühelos durch die kurze Ostsee-Welle.
Klintholm ist ein sehr niedlicher Hafen, welcher uns gut gefällt. Wir bleiben morgen hier und planen eine ausgedehnte Radtour.
Endlich wieder richtig segeln!
Die Wellen erreichten knapp einen Meter, da hilft es schon ein Schiff mit ein paar Tonnen mehr unter sich zu haben. Lotta kämpft sich mühelos durch die kurze Ostsee-Welle.
Eine feste Scheibe ist eine feine Sache, sie hält die Besatzung schön trocken. Eine Welle von der Seite hat mich dann doch noch erwischt, ein T-Shirtwechsel wurde nötig.
Interessante Begegnung unterwegs, wir sahen nur wenige Segelschiffe, da wir den direkten Kurs weit vor der Küste nahmen.
Wir konnten über mehrere Stunden einen Durchschnitt von ca. 6.5 Knoten fahren - nicht schlecht für ein Wohnboot. An den Kreidefelsen von Mön und dem Leuchtturm vor Klintholm erfreuen wir uns jedesmal, wenn wir hier vorbeikommen.
So ein Tag verdient natürlich auch einen schönen Sonnenuntergang.
Donnerstag, 1. August 2013
Kastrup 2
Als heute Morgen der Wecker losging - um sieben Uhr, mitten in der Nacht! - machten mir ein paar Restpromille noch etwas zu schaffen. Ich freute mich aber so auf die Rückkehr auf's Schiff, dass wir eine Viertelstunde zu früh am Bahnhof waren. Der Rückflug nach Kopenhagen über Berlin schien mir sehr kurz, vermutlich weil ich die ganze Zeit schlief, alte Herren sollten eben früh ins Bett....
Lotta freute sich uns wieder zu sehen. Wir fühlten uns sofort wieder zu Hause, als wären wir nie fort gewesen. Da wir noch einkaufen mussten, nützten wir die Gelegenheit für eine kleine Radtour und besichtigten den Amager-Strandpark. Wenn die Dänen sich für ein Naherholungsgebiet entscheiden, dann wird mit grosser Kelle angerichtet. Diese offenbar aufgeschüttete Lagune bietet Joggern, Radfahrern, Drachenfliegern, Schwimmern, Hundehaltern und Familien mit kleinen Kindern jede Menge Platz und Möglichkeit ihren Bedürfnissen nach zu gehen. Natürlich ist alles auch landschaftlich und architektonisch ansprechend gelöst - Geschmack haben sie schon, die Dänen.
So sieht das Meerbad aus.
Nach längerem suchen fanden wir auch den Laden wo wir unsere Lebensmittel einkaufen konnten.
Was es wohl bei uns zum Nachtessen gab?
Richtig - Pizza! Mit Speck und Crevetten.
Morgen wollen wir los in den Süden. Der Wetterbericht gefällt mir aber noch nicht so recht, es soll ein bisschen viel Wind geben. Es gibt also eine frühe Tagwache, der Wetterbericht kommt um fünf Uhr 'raus!
Lotta freute sich uns wieder zu sehen. Wir fühlten uns sofort wieder zu Hause, als wären wir nie fort gewesen. Da wir noch einkaufen mussten, nützten wir die Gelegenheit für eine kleine Radtour und besichtigten den Amager-Strandpark. Wenn die Dänen sich für ein Naherholungsgebiet entscheiden, dann wird mit grosser Kelle angerichtet. Diese offenbar aufgeschüttete Lagune bietet Joggern, Radfahrern, Drachenfliegern, Schwimmern, Hundehaltern und Familien mit kleinen Kindern jede Menge Platz und Möglichkeit ihren Bedürfnissen nach zu gehen. Natürlich ist alles auch landschaftlich und architektonisch ansprechend gelöst - Geschmack haben sie schon, die Dänen.
So sieht das Meerbad aus.
Nach längerem suchen fanden wir auch den Laden wo wir unsere Lebensmittel einkaufen konnten.
Was es wohl bei uns zum Nachtessen gab?
Richtig - Pizza! Mit Speck und Crevetten.
Morgen wollen wir los in den Süden. Der Wetterbericht gefällt mir aber noch nicht so recht, es soll ein bisschen viel Wind geben. Es gibt also eine frühe Tagwache, der Wetterbericht kommt um fünf Uhr 'raus!
Diessenhofen, Schweiz
Richtig gelesen: Wir waren ganz kurz in der Schweiz. Meine Mutter feierte ihren achtzigsten Geburtstag, da konnten wir natürlich nicht abseits stehen. Jetzt dürfte auch das Rätsel, warum wir so lange im Sund herumtrödelten, gelöst sein: Wir mussten unbedingt den Flieger in Kastrup erwischen, ein Tag schlechtes Wetter und unsere ganze Planung wäre ins Wasser gefallen. Wir konnten also am Morgen ganz gemütlich in zwanzig Minuten zum Flughafen spazieren, um 1500 Uhr waren wir zuhause, konnten zwei Maschinen Wäsche "durchlassen" und um 1700 Uhr waren wir am Fest. Meine Schwester hat sich richtig hineingekniet, die Organisation war perfekt, die Band und das Essen ausgezeichnet und der Ausklang sehr gemütlich - eine runde Sache, danke Karen!
So fit möchte ich auch gerne achtzig werden. Happy birthday Gromama!
So fit möchte ich auch gerne achtzig werden. Happy birthday Gromama!
Dienstag, 30. Juli 2013
Kastrup
Heute ging's nach Kastrup, Mike fand, wir müssten das neue Aquarium "den bla planet" unbedingt ansehen. Mike und Isabella haben eine Dauerkarte und Isabella hat versprochen uns alles zu zeigen. Also brechen wir zeitig auf, verlassen Rungsted gegen neun Uhr und können sogar segeln. Kaum aus dem Hafen gehen Grossegel und Genua hoch, Lotta lässt sich nicht zweimal bitten und bei satten 4-5 Windstärken fliegen wir mit mehr als sieben Knoten übers Wasser Richtung Süden.
Das Middelgrunsdfort ist eine alte Artillerie-Stellung, welche die Einfahrt nach Kopenhagen bewacht. Dahinter der charakteristische, krumme Windpark.
Es ist heute Morgen ziemlich frisch und da es recht kräftig bläst, tragen wir beide lange Hosen und sogar eine leichte Ölzeug-Jacke! Die Skyline von Kopenhagen lassen wir auf Steuerbord liegen.
Das Aquarium ist wirklich umwerfend! Schon von aussen ist es sehr beeindruckend.
Die einzelnen Aquarien sind teilweise unfassbar gross. Die Fische darin sind unglaublich schön und zahlreich.
Diese Krabbe ist mehr als ein Meter im Durchmesser, der möchte ich nicht beim Schnorcheln begegnen
Kurz und gut: das Aquarium ist der Hammer. Leider finden das auch ein paar hundert andere Leute. Die vielen Menschen, der Lärm, die hohe Temperatur und die Luftfeuchtigkeit finde ich schon nach relativ kurzer Zeit klaustrophobisch. Es ist einfach etwas too much.
So viele Piranas, zum Glück gibt es davon keine in der Ostsee.
Isabella braucht auch 'mal eine Pause.
Das Middelgrunsdfort ist eine alte Artillerie-Stellung, welche die Einfahrt nach Kopenhagen bewacht. Dahinter der charakteristische, krumme Windpark.
Es ist heute Morgen ziemlich frisch und da es recht kräftig bläst, tragen wir beide lange Hosen und sogar eine leichte Ölzeug-Jacke! Die Skyline von Kopenhagen lassen wir auf Steuerbord liegen.
Das Aquarium ist wirklich umwerfend! Schon von aussen ist es sehr beeindruckend.
Die einzelnen Aquarien sind teilweise unfassbar gross. Die Fische darin sind unglaublich schön und zahlreich.
Diese Krabbe ist mehr als ein Meter im Durchmesser, der möchte ich nicht beim Schnorcheln begegnen
Kurz und gut: das Aquarium ist der Hammer. Leider finden das auch ein paar hundert andere Leute. Die vielen Menschen, der Lärm, die hohe Temperatur und die Luftfeuchtigkeit finde ich schon nach relativ kurzer Zeit klaustrophobisch. Es ist einfach etwas too much.
So viele Piranas, zum Glück gibt es davon keine in der Ostsee.
Isabella braucht auch 'mal eine Pause.
Wer findet das Krokodil?
Nach zwei heftigen Gewittern ist Lotta auch wieder schön sauber und wartet zufrieden an ihrem Platz.
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