So gegensätzliche Tage wie gestern und vorgestern hatten wir schon lange nicht mehr: am ersten Tag schönstes Wetter und grauenhaftes Segeln, am zweiten Tag trüb und neblig, dafür Segeln vom Feinsten. Aber schön der Reihe nach...
Wir verliessen Kilmore Quai sehr ungern mit einer günstigen Tide nach Westen in Richtung Dungarvan Harbour, wo es angeblich viele Mooring Bojen haben sollte. Je weiter westlich wir kamen, desto konfuser wurde die See. Hoher Schwell von Südosten wurde von einer Windwelle aus Westen überlagert, es gab schreckliche Kreuzseen und als der Wind abstellte, kamen wir kaum noch vorwärts.
Liisa versucht das schlagende Grosssegel etwas zu bändigen - erfolglos.
In der Zwischenzeit stellte sich auch noch heraus, dass unsere Informationen über den "Hafen" in Dungarvan nicht zutrafen, ausserdem war die Stelle vollkommen offen gegen die Welle - also auf die Zähne beissen und weiter.
Wir fragten uns zu diesem Zeitpunkt ernsthaft, warum wir uns so eine Tortur antun. Nach weiteren schrecklichen drei Stunden fanden wir den ersehnten Fluss bei Youghal und mussten gegen drei Knoten Strom und strudelnde Stromschnellen ankämpfen. Die Mooring-Tonne war neu und machte einen guten Eindruck. Wir schnappten uns den Festmacher, liessen uns zurücksacken und alles war gut. Die Freude war unbeschreiblich, welch' ein Hochgefühl es geschafft und die Widrigkeiten überwunden zu haben. Deshalb machen wir das!!
Panorama von Youghal
Am nächsten Tag war es grau und neblig. Das Ablegemanöver, ziemlich genau bei Stillwasser, gelang gut und wir motorten problemlos den Fluss hinunter ins offene Meer, wo unser Lieblingswind ( 4 - 5 Windstärken, halber Wind) schon auf uns wartete.
Schnell und sehr komfortabel flogen wir Richtung Cork und genossen die wunderbar harmonischen Schiffsbewegungen.
Der Leuchtturm von Cork tauchte aus dem Nebel auf und hiess uns willkommmen.
Wir lernen in letzter Zeit immer wieder sehr nette Leute kennen, welche auch mit dem Schiff unterwegs sind. Die Langfahrer-Schiffe sind in den Häfen oft schon von weitem zu erkennen, die Leute sind sehr offen, immer wieder werden wir auf andere Schiffe eingeladen oder haben Besuch auf Lotta. Der Kontakt ist jeweils schnell gefunden und der Diskussionsstoff - woher kommt ihr, wohin fahrt ihr - ist unerschöpflich. Durch unsere Shetland-Reise gehören wir jetzt definitiv zur Yachting-community. Wir stellen fest, dass je länger die Leute unterwegs sind, je mehr sie gesehen und erlebt haben, desto bescheidener werden sie.
Wir haben ein kleines Problem mit dem Motor, er verliert ganz wenig Kühlmittel, aber wir können das Leck nicht finden. Gestern war ein Mechaniker an Bord, nach einer minutiösen Untersuchung aller möglichen Leckstellen, schickte er uns heute auf eine Motorbootfahrt den Lee-River hoch, um die Maschine etwas zu stressen, damit das Kühlmittel genug Druck hat. Wir sind auf die Nachuntersuchung gespannt. Unterwegs bekamen wir diesen Blick auf die Altstadt von Cork, die wollen wir morgen besuchen.
Das Wetter ist zur Zeit nicht erfreulich, es kommt ein Sturm von Süden, aber Anfang nächste Woche könnte sich die Situation beruhigen und uns den Sprung nach Camaret ermöglichen, wir werden sehen wie's weiter geht.
Donnerstag, 18. August 2016
Montag, 15. August 2016
Kilmore Quay, Südirland
Nachtrag zu Arklow: auch wenn der erste Eindruck eher desolat war, so verliessen wir dieses Städtchen mit positiven Gefühlen. Die Menschen dort sind einfach unglaublich herzlich und freundlich, wir konnten es kaum glauben. Weder im Lebensmittelgeschäft, beim Gasmann, in der Bäckerei oder dem Spezialgeschäft für Biere kamen wir ohne ein langes Gespräch wieder heraus. Überall wurden wir angesprochen, woher wir denn kämen und ehe man es sich versah, war wieder eine halbe Stunde vorbei.
Und das Zentrum hat wirklich einen spröden Charme...
Gestern verbrachten wir fast den ganzen Tag auf See, die Fahrt nach Kilmore Quay war schwachwindig (und dieselhaltig...) Als wir bei Carnsore Point "um die Ecke fuhren, hatten wir das Gefühl in ein völlig neues Klima und eine ganz andere Landschaft zu kommen. Wir fanden es habe alles plötzlich ein mediterranes Flair, die Landschaft erinnert mich an die Provence und warm war es auch - kein Ölzeug, juhu. Auch erfreuten wir uns am Spiel von einem Dutzend Delfine.
Kilmore Quai ist ein ganz niedlicher Fischerei-Hafen, hier wird tatsächlich noch gefischt und auf den Fischerbooten am Kai wird hart und laut gearbeitet.
Am Abend genehmigen wir uns ein schönes Bier in einem Pub, da passiert etwas ganz besonderes: Am Fernsehen läuft die Übertragung der "Hurling"-Meisterschaft, eines keltischen Ballspiels, einer Mischung aus Rugby und, so paradox es tönt, Icehockey (ohne Eis, natürlich!) Ich habe noch nie einen so spannenden, unheimlich schnellen Mannschaftssport gesehen und war innerhalb von dreissig Sekunden total fasziniert! Wir blieben über eine halbe Stunde vor dem Fernseher kleben und schauten dem hoch-technischen, knallharten und rasend schnellen Spiel zu. Das ist ein Sport für richtige Männer, nichts für tätowierte Buben mit Fönfrisuren, welche sich bei der leichtesten Berührung in Agonie auf dem Rasen winden... (ja, ich meine Fussball!)
Wir blieben gleich den ganzen Abend im Pub und genossen ein ausgezeichnetes Nachtessen!
Heute Morgen war natürlich ein Strandspaziergang mit Meerbad angesagt, Liisa konnte textilfrei in die Fluten hüpfen und ist total zufrieden. Davon gibt's leider, leider kein Bild, nur eins vom Strand. Provence, ich sag's doch!
In der Ferne lockte dieses Schloss, aus der Nähe ist es leider nur eine sehr vernachlässigte Ruine.
Wir warten auf ein geeignetes Wetterfenster und überlegen hin und her, ob wir auf den Isles of Scilly einen Zwischenhalt machen sollten. Dies geht leider nur bei gutem Wetter und von Süden naht eine Störung, welche uns das Weiterkommen sehr verkomplizieren würde, was soll man da machen? Decisions, decisions...
Und das Zentrum hat wirklich einen spröden Charme...
Gestern verbrachten wir fast den ganzen Tag auf See, die Fahrt nach Kilmore Quay war schwachwindig (und dieselhaltig...) Als wir bei Carnsore Point "um die Ecke fuhren, hatten wir das Gefühl in ein völlig neues Klima und eine ganz andere Landschaft zu kommen. Wir fanden es habe alles plötzlich ein mediterranes Flair, die Landschaft erinnert mich an die Provence und warm war es auch - kein Ölzeug, juhu. Auch erfreuten wir uns am Spiel von einem Dutzend Delfine.
Kilmore Quai ist ein ganz niedlicher Fischerei-Hafen, hier wird tatsächlich noch gefischt und auf den Fischerbooten am Kai wird hart und laut gearbeitet.
Am Abend genehmigen wir uns ein schönes Bier in einem Pub, da passiert etwas ganz besonderes: Am Fernsehen läuft die Übertragung der "Hurling"-Meisterschaft, eines keltischen Ballspiels, einer Mischung aus Rugby und, so paradox es tönt, Icehockey (ohne Eis, natürlich!) Ich habe noch nie einen so spannenden, unheimlich schnellen Mannschaftssport gesehen und war innerhalb von dreissig Sekunden total fasziniert! Wir blieben über eine halbe Stunde vor dem Fernseher kleben und schauten dem hoch-technischen, knallharten und rasend schnellen Spiel zu. Das ist ein Sport für richtige Männer, nichts für tätowierte Buben mit Fönfrisuren, welche sich bei der leichtesten Berührung in Agonie auf dem Rasen winden... (ja, ich meine Fussball!)
Wir blieben gleich den ganzen Abend im Pub und genossen ein ausgezeichnetes Nachtessen!
Heute Morgen war natürlich ein Strandspaziergang mit Meerbad angesagt, Liisa konnte textilfrei in die Fluten hüpfen und ist total zufrieden. Davon gibt's leider, leider kein Bild, nur eins vom Strand. Provence, ich sag's doch!
In der Ferne lockte dieses Schloss, aus der Nähe ist es leider nur eine sehr vernachlässigte Ruine.
Wir warten auf ein geeignetes Wetterfenster und überlegen hin und her, ob wir auf den Isles of Scilly einen Zwischenhalt machen sollten. Dies geht leider nur bei gutem Wetter und von Süden naht eine Störung, welche uns das Weiterkommen sehr verkomplizieren würde, was soll man da machen? Decisions, decisions...
Samstag, 13. August 2016
Arklow
Wir liegen in Arklow im Fischerhafen und geniessen einen gemütlichen Samstag Morgen. Von starken Südwest-Winden haben wir im Moment genug, wir warten, hier bis sich alles ausgetobt hat, am Sonntag soll's dann wieder gemütlich werden. Vorgestern mussten wir in Greystones bleiben, weil wir die Tide verschlampt hatten. Gegen acht Uhr machte ich mich an die Planung für den Tag, aber da war der Zug (die Flut) schon abgefahren. Wir blieben also in Greystones hängen, dies verdriesste uns keineswegs: wir machten eine schöne Wanderung nach Bray und nahmen den DART, die S-Bahn, zurück.
Der "cliff walk" von Greystones nach Bray.
Der "cliff walk" von Greystones nach Bray.
Blick zurück
Bray, ein hübsches, etwas verlebtes Seebad..
Dem Hafen fehlt bei Ebbe etwas entscheidendes...
Der Rest des Tages verging mit "Haushalt"pflichten, Einkaufen und Schiffsunterhalt. Am Abend genossen wir ein paar Sonnenstrahlen im Cockpit (ja, unter der Kubu)
Am Freitag verliessen wir Greystones eine Stunde vor Hochwasser und hofften "on the wave" in den Süden zu surfen...
Wir wussten schon, dass wir es mit dem Wind etwas spitz kalkuliert hatten und hofften, er würde weiter nach Westen drehen und nicht zunehmen, was er beides nicht tat.
So fanden wir uns auf der Höhe des Wicklow Head in einer unangenehmen "wind against tide" Situation. Der Seegang war wirklich nicht schön, wir wurden heftig durchgerüttelt. Kein Problem, mit Lotta geht auch das. Davon gibt's keine Bilder, wir mussten uns mit beiden Händen festhalten!
Leider konnte ich auch keine Bilder vom Schlauchboot machen, welches genau zu diesem Zeitpunkt bei uns längsseits kam und uns aufforderte, "keep your speed and course, we'll come aboard". Der Irische Zoll! Das mit dem "coming aboard" blieb allerdings ein frommer Wunsch: Lotta stampfte so stark in den Wellen, dass es mit dem Schlauchboot wahrscheinlich kein gutes Ende gegeben hätte. Es blieb bei einer Befragung auf Rufdistanz, wir sehen offenbar genügend harmlos aus...
Wir kreuzten tapfer gegenan, als aber die Tide auch noch kenterte, gaben wir auf und motorten den letzten Rest nach Arklow. Der Fischereihafen bzw. was von ihm noch übrig ist, liegt in einer Flussmündung, welche von ein paar Schiffsleichen gesäumt ist, kein schöner Anblick.
Rund um den Hafen sieht es etwas so aus...
Wir sind trotzdem froh, hier zu sein. Der Fischereihafen hat einen neuen Schwimmsteg mit Strom und Wasser erhalten, wir liegen gut hier.
Die Fischerei ist hier offenbar völlig am Boden.
Heute Morgen brauchen wir als erstes unbedingt Diesel. Ich bekomme vom Hafenmeister eine Telefonnummer, welche ich anrufen soll. Der Dieselverkäufer, ein Mann in den Siebzigern, kommt zwanzig Minuten später mit seinem Lieferwagen angebraust, bringt zwei Kanister Diesel aufs Schiff, füllt sie ein und will kaum ein Trinkgeld für diesen tollen Service nehmen. So sind sie eben, die Iren. (auf alle Fälle, jene mit welchen wir Kontakt hatten.) Auf die Frage ob er früher Fischer gewesen sei, stöhnt er gequält und meint, mit der Fischerei sei es "dreadful, just dreadful!" Nein, er sei vierzig Jahre bei der Seerettung gewesen.
Heute bleiben wir wie gesagt hier, das Städtchen Arklow ist übrigens ganz nett, einfach 100 % tourismusfrei und sehr authentisch. Eine eindrückliche Kathedrale hat es auf jeden Fall.
Wir machen heute nachmittag eine Radtour, das Wetter sieht gar nicht schlecht aus!
Mittwoch, 10. August 2016
Greystones
Das Wetter macht es uns im Moment nicht einfach. Der Irische Wetterdienst gab heute für die ganze Küste eine "Small Craft Warning", eine Starkwind-Warnung heraus. Wir interpretierten die Wetterkarte für uns so, dass vor allem im Nordwesten starke Winde vorherrschen würden und wagten den kurzen Sprung nach Greystones in den Süden. Dieser Hafen ist ganz neu - drei Jahre alt - und wurde uns von den Einheimischen wärmstens empfohlen. Vermutlich haben auch alle Iren Anteilscheine an diesem Hafen, die Preise sind auf alle Fälle gesalzen und gepfeffert, aber wenn's auf See ruppig und nass wird - wie heute, eben - dann zahlt man gerne für einen ruhigen Schlaf. Die Marina ist natürlich schon sehr edel, etwas retortenhaft vielleicht, aber das Personal ist sehr zuvorkommend und hilfsbereit, das ist doch auch etwas...
Als wir Howth am Morgen verliessen hatten wir nur ein bisschen Wind, wir motorten über die Dublin Bay und konnten unseren Lieblings-Leuchtturm endlich einmal von See aus sehen.
Auch heute war wieder das schwere Ölzeug angesagt, das stört meine Navigatorin schon lange nicht mehr. Auch die paar Schauerböen von Stärke sechs, welche wir vor dem Hafen noch auf die Mütze kriegten, sehen wir als fast normal an, "Irish weather", eben...
Es war schön früh anzukommen, so konnten wir den Nachmittag mit Lesen und einem Einkaufsbummel im Supermarkt geniessen. Und auf dem Heimweg gab's trotz Mittwoch eine Ausnahme!
Tja, just another day at the office...
Als wir Howth am Morgen verliessen hatten wir nur ein bisschen Wind, wir motorten über die Dublin Bay und konnten unseren Lieblings-Leuchtturm endlich einmal von See aus sehen.
Auch heute war wieder das schwere Ölzeug angesagt, das stört meine Navigatorin schon lange nicht mehr. Auch die paar Schauerböen von Stärke sechs, welche wir vor dem Hafen noch auf die Mütze kriegten, sehen wir als fast normal an, "Irish weather", eben...
Es war schön früh anzukommen, so konnten wir den Nachmittag mit Lesen und einem Einkaufsbummel im Supermarkt geniessen. Und auf dem Heimweg gab's trotz Mittwoch eine Ausnahme!
Tja, just another day at the office...
Dienstag, 9. August 2016
Viel Wind in Dublin
Wir liegen immer noch in Howth. Mike und Familie sind gestern nach Hause geflogen, wir vermissen sie schon jetzt. Ein massives Tiefdruckgebiet ist über den Norden der Britischen Inseln hinweg gezogen und brachte uns sehr starke, böige Winde (immer wieder kurzzeitig bis 40 Knoten, fast Windstärke 9), so dass an ein Weiterfahren nicht zu denken war. Wir warten ausserdem immer noch auf ein Paket mit Ersatzteilen aus Deutschland, welches einfach nicht ankommen will. Das Hafen-Wifi ist eine Katastrophe, wir sitzen zur Zeit im Starbucks an der Hafenmeile um unsere Bankzahlungen zu erledigen, Mails zu beantworten und ein bisschen online den Tages-Anzeiger zu lesen. Nein, Heimweh haben wir keines, aber es interessiert uns schon, was in der Schweiz so läuft. Die Bilanz der ersten vier Monate unserer Langfahrt ist sehr positiv, unser Leben ist spannend und es gefällt uns sehr. Wir haben in den letzten Monaten so viel vom Norden gesehen, und doch bleibt der Eindruck punktuell. Wir können unmöglich alles sehen, ein Sommer ist für diese Reise definitiv zu kurz. Norwegen wollen wir auf alle Fälle in ferner Zukunft noch einmal besuchen, dann aber einen ganzen Sommer lang.
Heute machten wir einen langen Spaziergang auf dem "cliff walk". Ich war hocherfreut, wie gut ich wieder zu Fuss unterwegs bin. Als wir vor zwei Jahren hier waren (Städteflug), konnte ich mit meinen angerissenen Achillessehnen nur mit Schmerzen gehen, heute ist alles wieder tipp-topp. Schön, dass sich mein altes Gestell immer noch regeneriert, es braucht halt etwas Geduld :-)
Der Leuchtturm am Nordende der Dublin Bay vom "cliff walk" aus aufgenommen.
In der Zwischenzeit haben wir herausgefunden, dass unser sehnlichst erwartetes Paket aus Deutschland noch nicht einmal abgeschickt wurde, wir lassen es nach Frankreich weiterleiten, wo wir als nächstes hin segeln wollen. Der Plan wäre, direkt von Südirland aus nach Camaret an der Bretonischen Westküste zu segeln, wenn das Azorenhoch noch ein bisschen hält, könnte das klappen. Wie lange wir dann in der Bretagne bleiben wird wohl der Wind entscheiden, wir müssen ja noch vor Oktober über die Biskaya...
Draussen kreischt der Wind wieder in den Masten, es ist 17 Grad warm und ich muss sagen, etwas Sommer wäre jetzt schon langsam fällig. Die Hafentage ohne Kuchenbude lassen sich an einer Hand abzählen und unterwegs ist das volle Ölzeug mit dickem Wollpulli angesagt, der Wind ist schneidend kalt. Der Norden hat unbestreitbar seine Reize, die Landschaft und die unglaublich freundlichen und hilfsbereiten Menschen entschädigen für vieles, aber ein Sommer ohne Sommer?? Spanien und Portugal locken immer stärker!
Es gibt also wieder neue Ziele. Das Boot ist gut in Schuss und wir sind guten Mutes. Wie singt Udo Lindenberg doch (so schön)? Hinterm Horizont geht's weiter!
Um ganz ehrlich zu sein: wir hatten am Samstag ein paar Stunden solches Wetter (Panorama über Howth Harbour)
Heute machten wir einen langen Spaziergang auf dem "cliff walk". Ich war hocherfreut, wie gut ich wieder zu Fuss unterwegs bin. Als wir vor zwei Jahren hier waren (Städteflug), konnte ich mit meinen angerissenen Achillessehnen nur mit Schmerzen gehen, heute ist alles wieder tipp-topp. Schön, dass sich mein altes Gestell immer noch regeneriert, es braucht halt etwas Geduld :-)
Der Leuchtturm am Nordende der Dublin Bay vom "cliff walk" aus aufgenommen.
In der Zwischenzeit haben wir herausgefunden, dass unser sehnlichst erwartetes Paket aus Deutschland noch nicht einmal abgeschickt wurde, wir lassen es nach Frankreich weiterleiten, wo wir als nächstes hin segeln wollen. Der Plan wäre, direkt von Südirland aus nach Camaret an der Bretonischen Westküste zu segeln, wenn das Azorenhoch noch ein bisschen hält, könnte das klappen. Wie lange wir dann in der Bretagne bleiben wird wohl der Wind entscheiden, wir müssen ja noch vor Oktober über die Biskaya...
Draussen kreischt der Wind wieder in den Masten, es ist 17 Grad warm und ich muss sagen, etwas Sommer wäre jetzt schon langsam fällig. Die Hafentage ohne Kuchenbude lassen sich an einer Hand abzählen und unterwegs ist das volle Ölzeug mit dickem Wollpulli angesagt, der Wind ist schneidend kalt. Der Norden hat unbestreitbar seine Reize, die Landschaft und die unglaublich freundlichen und hilfsbereiten Menschen entschädigen für vieles, aber ein Sommer ohne Sommer?? Spanien und Portugal locken immer stärker!
Es gibt also wieder neue Ziele. Das Boot ist gut in Schuss und wir sind guten Mutes. Wie singt Udo Lindenberg doch (so schön)? Hinterm Horizont geht's weiter!
Um ganz ehrlich zu sein: wir hatten am Samstag ein paar Stunden solches Wetter (Panorama über Howth Harbour)
Freitag, 5. August 2016
Touri-Tour in Dublin
Wir haben Besuch von Mike und Familie. Heute unternehmen wir einen Ausflug nach Dublin und geniessen das Touristen-Vollprogramm. Mit der S-Bahn ins Zentrum, ein Spaziergang am Fluss, Mittagessen im Vergügungsviertel "Temple Bar", natürlich ein Spaziergang durch den Park des Trinity Colleges, Besichtigung von Christchurch Cathedral und als Abschluss ein Besuch des "Guiness Strorehouse", ist doch klar.
Die Marina von Howth mit...
...und ohne Wasser.
Leuchtfeuer an der Hafeneinfahrt
Isabella "in action" auf dem Spielplatz
Ich wusste nicht, dass so kleine Mädchen Humor haben. (Haben sie, definitiv!)
Stolzer Grossvater.
Schöne Pubs, noch und noch!
Was das Herz begehrt., der Verstand leider nicht...
Christchurch Cathedral
Die Halfpenny Bridge. Soviel kostete damals der Brückenzoll.
Das Atrium der Guinness Brauerei. Eine wirklich gut gemachte PR-Maschine, unterhaltend, einnehmend, aber nicht besonders informativ.
Isabella ist von den "Irish musicians and Celtic Dancers" fasziniert.
Suzanne und Emily
Mike, hard at work.
Hmmm, I'd like to think not!
Die Marina von Howth mit...
...und ohne Wasser.
Leuchtfeuer an der Hafeneinfahrt
Isabella "in action" auf dem Spielplatz
Ich wusste nicht, dass so kleine Mädchen Humor haben. (Haben sie, definitiv!)
Stolzer Grossvater.
Schöne Pubs, noch und noch!
Was das Herz begehrt., der Verstand leider nicht...
Christchurch Cathedral
Die Halfpenny Bridge. Soviel kostete damals der Brückenzoll.
Das Atrium der Guinness Brauerei. Eine wirklich gut gemachte PR-Maschine, unterhaltend, einnehmend, aber nicht besonders informativ.
Isabella ist von den "Irish musicians and Celtic Dancers" fasziniert.
Suzanne und Emily
Mike, hard at work.
Hmmm, I'd like to think not!
Schöner Rundblick von der Gravity Bar, zuoberst auf der Brauerei.
Montag, 1. August 2016
Howth
Endlich finde ich etwas Musse mich meinem Blog zu widmen. Die letzten zwei Tage waren wir viele Stunden unterwegs und der Wind und die Wellen verlangten uns seglerisch einiges ab. Da war nix mit lesen und den Autopiloten arbeiten lassen. Wir fuhren fast ausschliesslich hoch am drehenden und kapriziösen Wind, da war aktives Segeln gefragt. Von Peel aus segelten wir nach Ardglass an die Nordirische Küste und von dort nach Howth in der Nähe von Dublin (Republik Irland). Das Wetter hielt sich am Tag richtig gut, wir kamen bis auf einen kurzen Schauer völlig trocken hier an. In der Nacht bekamen wir allerdings eine kräftige Bootswäsche. Mit den Gezeiten hatten wir gestern grosses Glück und wurden die meiste Zeit etwas geschoben.
Dublin ist für uns ein besonderer Ankunftshafen. Vor zwei Jahren machten wir einen Städteflug hierhin und standen in Howth auf der Hafenmole. Unsere Bewunderung für die einheimischen Segler, welche sich mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit in diesem schwierigen Revier zurechtfanden, war fast grenzenlos. Nun, von Selbstverständlichkeit kann bei uns natürlich nicht die Rede sein, aber wir sind doch ohne Schaden von Shetland hierher gesegelt und finden uns schon ein bisschen gut! :-)
Ein paar Bilder der letzten Tage:
Die Bucht von Peel.
Ein Panorama von einem "coastal walk" auf der Isle of Man.
Diese "Walze" jagte uns auf dem Weg nach Ardglass einen gehörigen Schrecken ein. Es geschah...nichts!
Der Hafen von Ardglass ("a very limited place", meinte unser Stegnachbar) bei Niedrig-...
...und Hochwasser.
The "Eye of Ireland", eine kleine Insel vor Howth mit dramatischem Himmel
Am Dienstag kommt die Dänenfamilie zu Besuch, wir freuen und sehr sie wieder hier zu haben. Lotta muss jetzt aber dringend in einen besucherfreundlichen Zustand versetzt werden. Eine grosse Putzaktion ist angesagt.
Dublin ist für uns ein besonderer Ankunftshafen. Vor zwei Jahren machten wir einen Städteflug hierhin und standen in Howth auf der Hafenmole. Unsere Bewunderung für die einheimischen Segler, welche sich mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit in diesem schwierigen Revier zurechtfanden, war fast grenzenlos. Nun, von Selbstverständlichkeit kann bei uns natürlich nicht die Rede sein, aber wir sind doch ohne Schaden von Shetland hierher gesegelt und finden uns schon ein bisschen gut! :-)
Ein paar Bilder der letzten Tage:
Die Bucht von Peel.
Ein Panorama von einem "coastal walk" auf der Isle of Man.
Diese "Walze" jagte uns auf dem Weg nach Ardglass einen gehörigen Schrecken ein. Es geschah...nichts!
Der Hafen von Ardglass ("a very limited place", meinte unser Stegnachbar) bei Niedrig-...
...und Hochwasser.
The "Eye of Ireland", eine kleine Insel vor Howth mit dramatischem Himmel
Am Dienstag kommt die Dänenfamilie zu Besuch, wir freuen und sehr sie wieder hier zu haben. Lotta muss jetzt aber dringend in einen besucherfreundlichen Zustand versetzt werden. Eine grosse Putzaktion ist angesagt.
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