Sonntag, 15. Oktober 2017

Das Kunstmuseum

Wir lieben Kunstmuseen. Heute war das TEA an der Reihe, ein ganz toller Bau. Die Ausstellung war...schwer verständlich, will heissen, mir erschlossen sich nur wenige Werke. Das Gebäude ist allerdings sehr schön, diesmal gibt es ein paar Bilder in s/w.

Der Eingang.


Die Bibliothek ist sehr grosszügig und wird auch am Sonntag von vielen Studenten zum Lernen benutzt.



Spieglein, Spieglein an der Wand...


Das Treppenhaus.


Eingangshalle mit Reception.


Die ganze Nordseite des Gebäudes ist unregelmässig mit Lichtmustern durchsetzt.


Auf dem Weg zum Restaurant des "auditorio", ja, es ist Apéro-time!


Samstag, 14. Oktober 2017

Im Anaga-Gebirge

Mit ein bisschen Phantasie kann man sich die Insel Tenerife als Ente vorstellen, die nordöstliche Ecke wäre dann der Kopf mit Schnabel. Dort liegt das Anaga-Gebirge. Es erstaunt gewiss niemanden, dass die erste Wanderung früher oder später ausgeheckt würde, schliesslich ist das Wander-Dreamteam, "Aloma" und "Lotta" jetzt wieder vereint...

Roswitha fand in ihrem Wanderführer, eine Rundwanderung von "Las Carboneras" nach "Chinamada" und um den Berg zurück. Die Wanderung "gehört zu den leichten Routen", so steht es auf jeden Fall im Wanderbuch. Nicht einmal Walter (the Iron Man) fand die Route leicht, schön war es auf jeden Fall!

Wir hatten ein Mietauto organisiert und hofften inständig, dass die alte Karre den Weg hinauf in die Berge noch einmal schaffen würde, was sie tat!

Ausblick über die Hochebene bei La Laguna.


Aussicht ins Anaga-Gebirge etwa 1000 m ü. M.


In der Nähe von "Las Calderones" liegt das "Matterhorn" Tenrifes (Roque de Taborno)


Der Wanderweg ist gut markiert und ausgebaut, über mangelnde Steigung können wir uns nicht beklagen.


Liisa und Roswitha geniessen eine kleine Pause auf einer Bank in einer Höhle. (Alter Maultier-Rastplatz)


Wir haben schon lange keine grünen Berge mehr gesehen und erfreuen uns an der Aussicht.


Interessantes Grünzeugs finden wir auch.


Nein, das ist nicht mein Fuss, er fühlt sich heute auch nicht so an.


Die Landschaft wird hinter Chinamada wieder richtig karg, aber spektakulär!



Alter Vulkandom, das harte Gestein verwittert langsamer als das umliegende Geröll.


An der Bergflanke bei Chinamada gibt es einige Höhlenhäuser so eine Art "Hobbit-holes", dies ist die Luxus-Version.


Unser Ziel- und Ausgangspunkt: "Las Carboneras


Der alte Mann und seine Kürbispflanze. Ich glaube er spricht mit ihr...


Und weil's so schön ist, noch ein Panorama.


Sonntag, 8. Oktober 2017

Ging mir heute so durch den Kopf...


Mani Matter (1972)
Dene wo's guet geit
giengs besser
giengs dene besser
wo's weniger guet geit
was aber nid geit
ohni dass's dene
weniger guet geit
wo's guet geit
drum geit weni
für dass es dene
besser geit
wo's weniger guet geit
und drum geits o
dene nid besser
wo's guet geit
Deutsche Übersetzung:
Denjenigen, welchen es gut geht,
ginge es besser,
ginge es denjenigen besser,
welchen es weniger gut geht.
Was aber nicht geht,
ohne dass es denjenigen
weniger gut geht,
welchen es gut geht.
Darum geht wenig (wird wenig dazu beigetragen)
dass es jenen
besser gehe,
welchen es weniger gut geht.
Und darum geht es auch
denjenigen nicht besser,
welchen es gut geht!




Samstag, 7. Oktober 2017

Was für ein schöner Tag!

Es gibt sie, die Tage an denen einfach alles passt! So einen hatten wir gestern. Nach unserem Frühstück - im Café des "Auditorio", wo denn sonst? - bestiegen wir ohne Plan das Tram, die "Tranvia", und fuhren in ca. 40 Minuten hinauf in die alte Stadt La Laguna, heute eine Art Vorort von Santa Cruz. Wir hatten gehört die Stadt sei "ganz nett", das ist aber stark untertrieben! Die "Calle", wie die Strassen hier heissen, sind zwar rechtwinklig angelegt, es gibt keine verwinkelten Gässchen, dafür  sehr schöne alte Villen mit unglaublich lauschigen Innenhöfen, ausserdem finden sich Musikschulen, Konservatorien und Universitätsgebäude an jeder Ecke - der Ort atmet Kultur! Ich hab' das in den letzten Monaten schon ein bisschen vermisst. Wir phantasieren wie es wäre, hier eine Wohnung zu kaufen, ein Studium in Kunst- oder Musikgeschichte an der Universität zu machen und in diesem wunderbaren Klima alt (noch älter, wie manche sagen würden) zu werden.

Die Stadt lebt, die Touristen sind in der Minderzahl.


Ein Gebäude schöner als das Nächste!


Es geht auch in blau.


Die Innenhöfe werden offenbar "patios" genannt, bieten Schatten und grüne Oasen.




Die Strassenmusiker sind richtig gut. Klar, wir kaufen die CD. Liisas neue Spanisch-Kenntnisse bewähren sich.


Eine schöne Kathedrale haben sie hier.


Bilder, wohin das Auge reicht.


Wir nehmen die "tranvia" zurück, hinunter nach Santa Cruz, wo es deutlich wärmer ist. Nach einem Nickerchen, geht der Stress dann richtig los. Wir müssen uns ausgehfein machen, wir wollen ja ins Konzert. Mit unserer Bootsgarderobe ist allerdings nicht viel Staat zu machen, lange Hosen und ein Polo-shirt müssen in meinem Fall reichen. Zum Glück nimmt man hier den Dresscode auf die leichte Schulter, ich bin nicht einmal "underdressed".

Liisa findet natürlich immer etwas Passendes - für spezielle Anlässe - in der "eisernen Reserve".


Liisa und Roswitha vor dem "Auditorio"



Das Konzert war phantastisch! Eine Ouvertüre von J.P. Rameau, das berümte Trompetenkonzert von Neruda, heute tatsächlich auf einem "corno da caccia" gespielt, das Trompetenkonzert von Efraín Oscher, einem zeitgenössischen Komponisten und die  "Symphonie fantastique" von Hector Berlioz als Abschluss, rissen das Publikum von den Sitzen. Ich war von der Akkustik des Saals begeistert, kein Wunder bei dieser Architektur.


Das Orchester zeichnete sich durch grosse Spielfreude aus, im vierten Satz des Oscher Konzerts gingen dem Dirigenten vor lauter Samba-Groove fast die Pferde durch.


Die Interpretation der "Symphonie fantastique" war luftig leicht, die wunderbare Akkustik des Saals kam in den leisen,  fast pastoralen Sätzen zum Tragen und der vierte und fünfte Satz waren nicht brachial, vielmehr durch grosse Klarheit geprägt. Ein gelungener Konzertabend.

Natürlich darf ein Nachtbild meines Lieblingsgebäudes hier nicht fehlen!









Donnerstag, 5. Oktober 2017

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Santa Cruz, olé!

Wir hatten eigentlich vor, unsere Überfahrt nach Tenerife in zwei Etappen zu machen und am Südende von Lanzarote in der Marina Rubicon zu übernachten. Die Windprognose für den Rest der Woche versprach eher leichte Winde, ausserdem fühlte sich das Löttchen in der Düse nördlich von Fuerte so wohl, dass wir beschlossen sie laufen zu lassen und die Nacht durchzufahren. Wir mussten etwas höher an den Wind als erwartet und die Wellen waren bis 2 m hoch. Es war recht böig, die Windstärke betrug zwischen vier und sechs Beaufort. Unsere "Seebeine" waren von einer mehrwöchigen Segelpause geschwächt, wir durften also wieder etwas seekrank werden. Halb so schlimm, wir wissen ja, dass es schnell vorbei geht wenn sich die Verhältnisse bessern.  Am frühen Morgen des zweiten Tages durchquerten wir die "acceleration zone", eine Stelle wo sich der Wind um mindestens zehn Knoten (wegen geografischer Besonderheiten) beschleunigt, am Nordende von Tenerife. Wir waren vorbereitet, hatten rechtzeit gerefft und mit den zeitweise 27 Knoten keine Probleme. Kaum in der Bucht von Santa Cruz war der Wind weg, wir mussten den Rest motoren und schnell war die Stimmung auf dem Löttchen wieder im grünen Bereich.

Vor Santa Cruz erreichte uns ein Funkspruch von der "Aloma" mit genauen Angaben zum Hafen und unserem Platz am Steg - toller Service!


Die Insel verspricht viel, viele Wanderungen fürchte ich!


Die Ankunft feiern wir mit Roswitha und Walter von der "Aloma".


Das ist doch ein Hafenkran!


Santa Cruz ist eine ganz tolle Stadt. Ich hatte grosse Bedenken, dass Santa Cruz auch  eine Bausünde wie einige Städte an der Costa del Sol sei, aber weit gefehlt! Die Stadt ist schön und hat richtig Klasse, da lässt es sich ein Weilchen aushalten.

Heute Morgen machten wir einen ersten Erkundungs-Spaziergang ins Stadtzentrum.

La Plaza de España.



Moderne Architektur gibt's hier in Mengen: Der Busbahnhof.


Wenn ich ehrlich bin, war einer der Hauptgründe nach Santa Cruz zu fahren das "Auditorio de Tenerife", eine von Santiago Calatrava entworfene Konzerthalle. Der neuer Bahnhof von New York und der Bahnhof Stadelhofen in Zürich sind auch von ihm. Wir haben Glück, am Freitag gibt es ein Konzert des hiesigen Symphonie-Orchesters.

Welch' umwerfend schöner Bau!







Am Südende gibt es ein Restaurant. Die ganze Fensterfront wird bei schönem Wetter hochgeklappt - eigentlich immer -  und bietet so eine sich aufs Meer hinaus öffnende Terrasse. Wir geniessen hier ein kleines Frühstück und können uns nicht satt sehen.



Eine Treppe führt auf die Aussichtsplattform.


Natürlich besorgen wir uns Billette für das Konzert, Rameau und Berlioz stehen auf dem Programm.

Und zum Schluss noch dies: Lockert die Hüftgelenke!