Donnerstag, 6. August 2015

Simrishamn, Hafentag

Heute ist den ganzen Tag Flaute angesagt, Lotta will nicht auslaufen. Wir auch nicht. Da Philip und Maria heute abreisen, schlafen wir aus, geniessen ein ausgedehntes Frühstück und räumen das Schiff auf. Dann geht's ans Abschiednehmen. Wir konnten den Zwei einige aufregende Tage bieten und spektakuläre Häfen in der Gegend zeigen. Kaum sind wir wieder allein, will Lisa eine Radtour machen. Südlich vom Hafen soll es bronzezeitliche Steinzeichnungen geben, die wollen wir uns ansehen. Die Brommies rollen über die bestens ausgebauten Radwege, es tut gut wieder etwas für den Kreislauf zu tun. Nach einer halben Stunde sind wir bei den besagten Steinen und machen uns auf die Suche nach den Zeichnungen. Wir wandern über eine Kuhweide und verbreiten Hysterie unter den Kühen und Kälbern - was müssen wir für furchterregende Gesellen sein! Und siehe da, nach einer Weile finden wir die Zeichnungen von Wikingerschiffen.



Eine wilde nordische Hexe haben wir auch gesehen  :-)



Auf dem Rückweg kommen wir an einer Fischräucherei vorbei, dort gibt's panierten Dorsch zum Mittagessen. Wer könnte da widerstehen? Wir nicht. Es war köstlich. So wird der fangfrische Dorsch auf dem Kutter gekühlt - tonnenweise Eis!



Zurück auf dem Schiff machen wir ein Mittagsschläfchen, bevor wir mit den Brommies zuerst an den Strand, für ein sehr erfrischendes Bad, anschliessend ins Städtchen zum Einkaufen fahren. Gegen Abend finde ich unsere Brommies hätten wieder einmal eine Grossreinigung nötig, dies beschäftigt mich dann für eine Stunde. Kaum zu glauben, wie schnell ein Tag herum ist. Vier Wochen auf dem Schiff sind viel zu wenig. Wir studieren jetzt dann die Wetterkarte und entscheiden, ob wir morgen nach Hanö können. Lotta ruckt auf alle Fälle schon an den Festmachern.

Mittwoch, 5. August 2015

Hello again, Simrishamn

Weil’s auf den Erbseninseln soo schön war, hier noch ein paar Bilder: man kann sie anklicken, dann werden sie gross.
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Heute morgen versprach der Wetterdienst leichte Wind aus WSW, dies war doch wohl eher als Witz gemeint. Es blies nämlich schon ganz lebhaft als wir den Südhafen auf Frederiksø verliessen.
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Maria hatten wir heute frühzeitig mit Seekrankheitstabletten eingedeckt, es ging ihr schon viel besser!
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Philip scheint auch Spass zu haben.
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Wir kommen schnell vorwärts und fahren prompt in eine Nebelbank. Dank AIS und unserem neuen Radar, bleibt der Stresslevel tief. Ich durfte sogar einmal selbst ans Steuer.
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Auch Maria versuchte sich erneut am Steuer und hat seit gestern grosse Fortschritte gemacht – sie erreicht den Speed-Rekord mit 7.7 Knoten!
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Die Crew scheint zufrieden zu sein!
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Wir erreichen Simrishamn in Rekordzeit, einziger Wermutstropfen: beim Einrollen des Vorsegels reisst die Reffleine aus der Trommel, das gibt mir dann eine Stunde zu basteln, nachdem wir im Hafen sind. Ich versenke übrigens nur eine Mutter (aus Bordbeständen ersetzt) im Hafenbecken und alles hält wieder, schön!
Wir trafen beim Bezahlen des Hafengelds einen routinierten Weltumsegler, der hat uns nach dem Nachtessen auf sein Schiff eingeladen um seine Einrichtung anzuschauen. Das wird sicher lehrreich. Morgen geht’s wahrscheinlich mit Flaute noch ein Stück nach Norden.

Dienstag, 4. August 2015

Rock’n Roll nach den Erbseninseln

Heute mussten wir früh ‘raus, wir (Liisa) hatten uns in den Kopf gesetzt nach Christiansø, eine der Erbseninseln östlich von Bornholm, zu fahren. In Anbetracht der prognostizierten fünf Beaufort aus genau dieser Richtung, vielleicht ein bisschen hart. Besonders für unsere noch nicht marinisierte Maria. Kaum ums Nordkap von Bornholm, wurden die Wellen immer höher, so gegen die zwei Meter könnten das schon sein. Wir brachten Lotta richtig schön zum Laufen, es gelang mir sogar, dem gerefften Grosssegel einen korrekten Stand zu geben. So kreuzten wir frohgemut gegen Osten und wechselten uns am Steuer ab. Für Philip ist das eine ernste Sache, er gibt alles!
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Nach einer Weile versucht sich auch Maria am Rohr, sie macht es unter den schwierigen Verhältnissen ganz ordentlich.
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Der Skipper hat heute einen faulen Tag.
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Langsam, langsam kommt die ersehnte Insel näher.
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Und dann sind wir endlich da, immer wieder schön, der Sund zwischen den beiden Inseln.
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Die kleine Brücke, welcher über den Sund führt. Mehr als zehn Personen sollten nicht gleichzeitig darüber gehen.
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Die Festung auf Frederiksø.
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Sogar einen Supermarkt gibt es hier!
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Lotta gefällt es hier auch. Wir finden für sie sogar einen super Platz.
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Den Nachmittag verbringt jeder/e wie es ihm gefällt, zum Apéro um 1730 Uhr sind garantiert wieder alle auf dem Schiff. Übrigens: Maria ging es nach einem kleinem Lunch im Hafen wieder richtig gut!

Montag, 3. August 2015

Hammerhavn, Bornholm (Dänemark)

Heute bin ich zum Schreiben eindeutig zu müde, deshalb nur ein paar kommentierte Bilder.
Wir verliessen Simrishamn um 1030 Uhr unter Motor. Ein leichtes Lüftchen liess uns den Gennacker hissen, aber Fehlanzeige, zu wenig Wind. So motorten wir weiter und erfreuten uns an dieser Begegnung auf See.
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Unsere Mystery Gäste – Maria und Philip.
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Nach einer weiteren halben Stunde dreht der Wind um dreissig Grad nach links, höher, und wir können  mit vollen Segeln einen Anlieger nach Hammerhavn auf Bornholm fahren.
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Der Hafen ist voll, wir müssen ins Päckchen, die Nachbarn sind aber sehr nett. Anschliessend muss natürlich die Festung Hammershus besichtigt werden.
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Im Hafen hat es einen Kiosk mit Bierausschank, wer kann da schon widerstehen?
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Zum Nachtessen cobbe ich ein Rindsfilet, es war köstlich.
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Morgen geht’s vielleicht nach Christiansö, eine der Erbseninseln.

Sonntag, 2. August 2015

Doch keine Motorbootfahrt nach Simrishamn

Der Wetterbericht machte uns heute Hoffnung auf sehr wenig Wind aus Osten. Wir stellten uns auf eine Motorbootfahrt ein, es wurde aber doch nicht so schlimm. Wir verliessen Ystad um halb neun und dampften Richtung Osten. Nach 7 Meilen näherten wir uns der Schiffsetzung “Ales Stenar”, welche wir 2012 mit den Brommies von Ystad aus besuchten. Man sieht sie auch von See aus gut.

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Der kleine Hafen von Kaseberga gefällt uns gut, leider ist die Tiefe nicht sicher, er versandet gelegentlich, mal sehen, vielleicht besuchen wir ihn auf dem Heimweg.

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Liisa ist ganz zufrieden, nur gelegentlich grummelt sie etwas von “Saukälte” und “kein Sommer” und so…. Dafür kann sie dann wieder richtig fetzig segeln!

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Kaum ums Kap beginnt es angenehm zu blasen. Wir geniessen die  lange Kreuz  bis nach Simrishamn.

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Heute Abend gibt’s Besuch, von wem wohl? Die Gästeflagge fliegt schon.

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Samstag, 1. August 2015

Ystad, Spinnacker-Tag!

Heute wurden wir aber für die letzten zwei erzwungenen Hafentage reichlich entschädigt! Kaum aus dem Hafen, ging der Spi hoch. Es war warm und der Wind blies von hinten, toll! Als alles fertig getrimmt war, mussten wir drei Stunden lang keine Schot mehr anfassen und rannten unter Autopilot, anfangs etwas beschaulich und später, bei zunehmendem Wind, immer rasanter Richtung Ystad.

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Netter, kleiner Leuchtturm an der Küste.

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Lisa führt gewissenhaft Logbuch.

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Da geht doch richtig die Post ab!

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In Ystad ist der Hafen völlig umgebaut worden, alles ist neu, die alten Stege ersetzt und vieles renoviert worden. Wir finden einen super Platz, gut geschützt im inneren Teil des Hafens. Da liegt das Löttchen und macht sich mit seinem Solarpanel wichtig, der Windgenerator macht bei Flaute natürlich kein Milliampere.

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Wir gehen ins Städtchen und sind überrascht, dass hier um 1500 Uhr Ladenschluss ist. Es gelingt mir gerade noch eine Auffüllung für meinen Internetstick zu ergattern. Zum Glück hat der Coop bis 2000 Uhr offen, wir brauchen also nicht zu hungern.

Ystad ist immer wieder schön!

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Und wenn man eine Eisenkette lange genug draussen herumliegen lässt, dann zerbröselt sie einfach…

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